|
Wenn man sieht, dass es so ziemlich zu jedem
noch so kuriosem Interessengebiet Zeitschriften gibt,
die sich genau damit in allen Details beschäftigen,
wundert es doch etwas, dass es relativ wenige Magazine
über Bücher gibt. Trotz aller Unkenrufe wird
ja immer noch viel gelesen - man denke nur an den Rummel
um jeden neuen Band rund um Harry Potter. Lesen Bücherleser
lieber gleich Bücher und nicht über Bücher?
Ungefähr kann man Literatur- und Büchermagazine
in zwei Kategorien einteilen: Literaturmagazine in den
hauptsächlich Texte oder Textausschnitte von Autoren
zu Wort kommen, wie z.B. Volltext,
Tasso, Literamus,
@cetera,
Podium,
Cognac &
Biskotten, CaffeSatz,
Wandler
usw. oder Magazine über Bücher, wie das von
Sigrid Löffler initiierte Literaturen
oder Bücher.
Beide - Literaturen und Bücher - bieten
ein breites Angebot, von Schwerpunktartikeln über
Autorenportraits, Interviews, Rezensionen, Kolumnen bis
zu Bestsellerlisten usw. Wobei sich Literaturen etwas
elitärer gibt und Bücher darum ein breiteres
Feld stärker auch bis zur Unterhaltungsliteratur
abdeckt. Dementsprechend gibt es bei Literaturen weniger
aber ausführlichere Rezensionen und bei Bücher
mehr neu vorgestellte Bücher pro Ausgabe. Beide Magazine
erschienen monatlich, Bücher kostet allerdings nur
etwa die Hälfte. Beide Magazine decken somit einen
gewissen Interessensbereich ab bzw. ergänzen sich
bis zu einem gewissen Grad.
Von Alfred Ohswald am 17. 10. 2005
|