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Pontiac

Tecumseh

Sitting Bull

Custer

Red Cloud

Geronimo

Cochise

James Fenimore Cooper
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Bis Kolumbus und in seiner Folge die Konquistadoren
über Amerika herfielen, hatte es dort schon zahlreiche
Kulturen gegeben. Aber davon schafften nur die Mayas einen
gewissen Bekanntheitsgrad und dadurch auch Berücksichtigung
in der Literatur. "Die Maya- Priesterin" von Andreas Gößling,
"Der Stein des Jaguars" und "Tikal" von Daniel Peters
sind Beispiele dafür. Sonst erweckten natürlich die beiden
großen Kulturen Interesse. Die von Pizarro geschlagenen
Inkas Süd- und die von Cortes besiegten Azteken Mexikos
sind allgemein bekannt. Daniel Peters lieferte mit "Der
Inka" auch hier einen Beitrag. "Der verborgene Inka" von
Marta Brandner, "Das Lied vom fliegenden Kondor" von Gerd
Möller und "Die Favoritin" von Colette Davenat handeln
ebenfalls von den Inkas. Über die Azteken hat Gary Jennings
seinen Bestseller "Der Azteke" geschrieben, von R. Gaillard
stammt "Die Götter sind heimgekehrt", "Die dritte Kugel"
von Leo Perutz und "Die weißen Götter" von Eduard Stucken
gehören auch noch erwähnt. De Sotos und Coronados frühe
Expeditionen nach Nordamerika und die indirekte Vernichtung
ganzer Stämme durch von ihnen eingeschleppte Krankheiten
fanden kaum in Romanen Erwähnung.
Das nächste bedeutende Ereignis, dass literarischen
Niederschlag fand, war die Gründung der Kolonie in Virginia.
Nachdem die Weißen anfangs nur mit Unterstützung der Indianer
überleben konnten, war der Konflikt fast vorprogrammiert.
Die vor allem durch Walt Disneys Zeichentrickfilm bekannte
Häuptlingstochter Pocahontas spielte schon in vielen früheren
Romanen eine Rolle. "Conanchet oder Die Beweinte von Wish-ton-wish"
von James F. Cooper ist nur ein Beispiel dafür.
Später folgte dann die Konfrontation zwischen
den Weißen und den Stämmen im Osten, die sich bis nach
dem Amerikanischen Bürgerkrieg hinzog. Stämme wie Irokesen,
Huronen, Mohikaner, Shawnee, Natchez, Semiolen, Cree,
Cerokee und Häuptlinge wie Tecumseh und Pontiac sind aus
dieser Zeit im Gedächtnis geblieben. Sowohl beim englisch-französischen
Krieg als auch beim amerikanischen Freiheitskampf gegen
die Engländer wurden die Indianer von beiden Seiten benutzt
und gegenseitig aufgehetzt. Erst beim amerikanischen Bürgerkrieg
spielten sie kaum mehr eine Rolle in der Auseinandersetzung.
Selbst wenn sie bemüht waren, neutral zu bleiben, kamen
sie meist unter die Räder, wie bei einigen Irokesenstämmen
passierte. Hier sticht vor allem Cooper mit seinen Lederstrumpf-Romanen
hervor. Aber auch Dee Brown, Franz X. Weiser (Orimha-Trilogie),
Georg Goll (Die letzten Erie), Stephen Tanner (Mokassins
und Lederhemden, Der Palisadenbrecher), L. F. Barwin (Pontiac,
Feuersturm über Kanada), Fritz Streuben (5 Tecumseh-Bände),
Friedrich von Gagern (Grenzbuch u. a.) und Leopold Gheri
(Unter Rothäuten am Ohio) haben darüber geschrieben.
Zu den späteren Kampf der Prärieindianer bis
zum Massaker am Wounded Knee und den Apachen und anderen
im Süden gibt es zahllose Bücher. Cooper (Prärie), Sealsfield
(Tokeah), Ferry (Waldläufer), Armand (An der Indianergrenze),
Aimard (Fährtensucher), Reid (Die Skalpjäger, Die Kriegsfährte,
Der weiße Häuptling, Die wilde Jägerin), Möllhausen (
(Der Halbindianer, Mandanenwaise), Ruppius (Prärieteufel),
Murray (Prärievogel) und nicht zuletzt Karl May (Winnetou
u.v.a.) sind Klassiker des 19. Jahrhunderts. Grace Hebard
schrieb einen Roman über die Schoschonenfrau Sacajawea,
Mari Sandoz über Crazy Horse und Elliott Arnold über die
Freundschaft zwischen Tom Jeffords und Cochsie (Blood
Brothers). Mit Bergers "Littele Big Man" und Dee Brownes
"Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses" haben sich
moderne Autoren dem Thema auf gelungne Weise angenommen.
Vor allem bei den älteren Romanen darf man aber natürlich
nicht vergessen, dass sie wenig mit der historischen Realität
zu tun haben.
Die heutigen Indianer lernt man wahrscheinlich
am besten in Büchern von indianischen Autoren wie Sherman
Alexie kennen. Und aus der Esotherik- und Naturheilkunde-Ecke
gibt es noch eine Unzahl Bücher rund um die (vermeintliche?)
indianische Kultur.
Von Alfred
Ohswald
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