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Die berühmten Pyramiden

Hatschepsut

Echnaton

Nofretete

Tutanchamun

Howard Carter

Ramses II.

Kleopatra
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Das Ägypten der Pharaonen gilt neben Mesopotamien
als die Wiege der menschlichen Zivilisation und hat schon
immer die Menschen durch seine Exotik und beeindruckenden
Hinterlassenschaften fasziniert. Das vermutlich um 3700
v. Chr. entstandene ägyptische Königtum mit ihrem göttlichen
Pharao wird von den Ägyptologen erst ab 3055 v. Chr. mit
Menes, dem Begründer der sogenannten 1. Dynastie, aufgrund
der "Geschichte Ägyptens" von Manetos (um 300 v. Chr.)
eingeteilt. Die vorhergehenden, nur selten namentlich
bekannten Pharaonen werden zur sogenannten 0. Dynastie
gezählt. Heute dienen in erster Linie der nur fragmentarisch
erhaltene Palermo-Stein (um 2400 v. Chr.), die Königsliste
von Karnak (um 1500 v. Chr.) und die Königliche Liste
von Abydos (um 1280 v. Chr.) als Quellen zur Chronologie
der Herrscher.
Besonderes Interesse für das Zeitalter der
Pharaonen wurde durch den Ägyptenfeldzug Napoleons und
die dabei mitreisenden Wissenschaftler in Europa entfacht.
Natürlich wurden besonders die mächtige Pyramiden von
Chufu (Cheops) und Chafre (Chephren), zweier Herrscher
der 4. Dynastie, bewundert. Ein Franzose, Jean Francios
Champollion war es dann auch, dem 1822 die Entzifferung
der Hieroglyphen durch den mehrsprachig verfassten "Stein
von Rosette" gelang.
Im November 1922 rückte Ägypten erneut ins
Licht der Öffentlichkeit. Howard Carter entdeckte das
noch nicht ausgeraubte Grab Tutanchamuns voller unendlich
wertvoller Grabbeigaben und der Mumie. Er schrieb auch
ein lesenswertes, populärwissenschaftliches Buch darüber.
Natürlich gehen derartige Dinge auch nicht
spurlos an der Literatur vorüber. Am populärsten sind
die Horror-Romane rund um Mumien, uralte Flüche und die
exotische Götterwelt des alten Ägypten geworden. Vor allem
der Film "The Mummy" sorgte für die große Beliebtheit
dieses Themenkreises und für zahlreiche Nachahmer und
wurde vor kurzem neu verfilmt. Ursprünglich basiert die
Idee dazu von der britischen Autorin Jane Loudon Webb,
die angeblich von einer bei einer Schaustellershow gezeigte
Mumie zu dem Roman "Die Mumie" inspiriert wurde. Hier
tauchte der berüchtigte "Fluch des Pharao" vermutlich
zum ersten Mal in der Literatur auf. Der Tod einiger Beteiligter
bei Carters Grabung gab der Geschichte erneut Auftrieb.
Später wurde er von vielen anderen Autoren in Variationen
wieder verarbeitet. Eine Neuverfilmung ist die Ursache
für einen der jüngeren Erfolge mit Max Allan Collins Buch
zum Film. Anne Rice mit "Die Mumie oder Ramses der Verdammte",
Barbara Wood mit "Die sieben Dämonen" oder Philipp Vandenberg
mit "Der grüne Skarabäus", Carol Thurston mit "Eine Liebe
für die Ewigkeit" u. a. schrieben Variationen zu diesem
klassischen Horrorsujet oder bedienen sich aus der vielfältigen
Mythologie Ägyptens. Anne Rice und auch Tom Holland lassen
auch ihre Vampirromane ursprünglich im alten Ägypten wurzeln.
Das zweite Genre, das sich diesem Thema angenommen
hat ist der historische Roman. Mit wenigen Ausnahmen beschäftigen
sich hier alle mit der 18. Dynastie und ihren schillernden
Persönlichkeiten. Die bekanntest Ausnahme dürfte aktuell
wohl Christian Jacp, auch Autor vieler Sachbücher zum
Thema, mit seinen Ramses II.-Romanen, der Nachfolgeserie
"Stein des Lichts" über die Turbulenzen und Thronkonflikte
nach Ramses II. Tod, "Der schwarze Pharao" (730 v. Chr.)
und "Die letzten Tage von Philae" (6. Jh. n. Chr.) sein.
Auch Wilbur Smith mit seinen "Das Grabmal des Pharao"
über den Hyskoseinfall (1663-1555 v. Chr.), Pauline Gedge
mit "Das Mädchen Thu und der Pharao" über die Zeit von
Ramses III. und Siegfried Obermeier mit "Kleopatra. Im
Zeichen der Schlange" gehören dazu.
Die erste Persönlichkeit der 18. Dynastie,
die das Interesse vieler Autoren und Autorinnen erweckte,
ist die nach Kleopatra wohl berühmteste weibliche Herrscherin
Ägyptens, Hatschepsut. Pauline Gedge widmet sich ihr in
"Die Herrin vom Nil", Hanns Kneifel in "Die Pharaonin"
und Suzanne Frank in "Die Prophetin von Luxor". Am häufigsten
ist aber über die turbulente Zeit rund um den "Ketzerkönig"
Echnaton (1350-1334 v. Chr.) mit ihren historischen Figuren
wie Amenhotep III., Nofretete, Tutanchamun und Haremhab
geschrieben worden. Der Klassiker und noch heute einer
der besten Romane aus diesem Bereich ist da ohne Zweifel
Mika Waltaris "Sinuhe der Ägypter". Pauline Gedge, Philipp
Vandenberg und Christian Jaqc haben auch zu dieser Zeit
ihren Beitrag abgeliefert, und Susanne Scheibler mit "Ewig
fliessen die Wasser des Nil" ist noch zu erwähnen.
Schließlich sind die historischen Romane über
die Archäologen und ihre Abenteuer in Ägypten nicht zu
vergessen. Abgesehen von den Horrorromanen rund um den
Fluch des Pharao wäre da "Die Schwingen des Horus" von
Wilbur Smith ein Beispiel dafür.
Von Alfred
Ohswald
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