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Mister Universum in Wien. Nicht unser Noldi
Schwarzenegger, nunmehr steirischer Kalifornier, sondern
Harald Lesch, der Hesse. Dieser also reiste eigens aus München
für eine Lesung ins Antiquariat Buch & Wein an.
Für Insider ohne Übertreibung ein besonderes Schmankerl.
Das Souterrain-Lokal war zwar nicht überfüllt
aber dennoch gut besucht. Dafür lauschte dann ein besonders
interessiertes Publikum den Ausführungen des Naturwissenschaftlers
aus Passion und Deutschland. Professor Dr. Harald Lesch
unterrichtet theoretische Astrophysik an der Universität
München und Naturphilosophie an der Hochschule für
Philosophie S.J. in München. Seine Hauptforschungsgebiete
sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne.
Bekannter als durch seine Tätigkeit als
Universitätsprofessor ist er einem weit breiteren Publikum
durch seine Fernsehsendung "Alpha-Centauri" sowie
der "Space Night" im Bayrischen Rundfunk (Bayern
Alpha).

Eigentlich war eine Lesung angekündigt
und man sollte dem Autor Lesch absolut zugestehen, dass
er eine solche auch vorhatte. Dass er dann viel mehr "nur
so erzählte" als vorlas, hat die, die ihn kennen,
nicht wirklich überrascht. Ist er einmal so richtig
in seinem Element, finden sich nur wenige, die nicht fasziniert
seinen Ausführungen folgen. Zu diesen faszinierten
Zuhörern gehörten unter anderem auch Kabarett-Prominenz
wie Alfred Dorfer und Gunkl.
Nicht nur das Thema, bzw. die Themen im Buch
beeindruckten die Anwesenden, sondern vor allem das Engagement
und die Begeisterung, die Prof. Lesch für das Universum
und für unser aller Dasein aufbringt, reißt mit
und regt zum Mit- und Nachdenken an.
Ob er der Frage nach möglichen Außerirdischen,
dem Urknall und Co. oder der Krümmung des Raumes nachgeht,
oder ob er ganz einfach über ein für uns ganz
selbstverständliches Element, das Wasser, welches ganz
und gar nicht so selbstverständlich ist, sinniert -
seine Leidenschaft für Physik kennt keine Grenzen.
So empfiehlt er ganz nebenbei seinem Publikum, sich zur
Abwechslung zum Alltag doch ein wenig mit Quantenmechanik
zu beschäftigen. Und er meint das wirklich ernst!

Nach den kurzweiligen Ausführungen signierte
Lesch Bücher und stand für Fragen zur Verfügung.
Starker Schneefall, Wind und Schneematsch auf Wiens Straßen
und Gehsteigen konnten diese gelungene Leseveranstaltung
mit einem außergewöhnlichen Vortragenden nicht
beeinträchtigen.
Herr Professor, Sie sollten öfter Bücher
schreiben, gleich selbst präsentieren und vor allem
daraus "lesen"! Wir würden uns freuen.
Nur am Rande bemerkt - vom ORF oder anderen
namhaften Medien war nichts zu entdecken. Ein kleiner Beitrag
über diese Lesung hätte ohne Zweifel eine belebende
Wirkung in die montägliche ORF Kulturberichterstattung
gebracht.
Von Johann
F. Janka am 29. 2. 2004
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