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Die noch leere Arena

Andreas Gruber in "Action"

Andreas Gruber liest

Fans und die bessere Hälfe von Andreas Gruber


Zuhörer in der Pause

Einer der Gewinner der 3 von Buchkritik.at verlosten Bücher
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Am 24. März veranstaltete Buchkritik.at eine Lesung mit
Andreas Gruber in Breitenfurt bei Wien. Leider hatten einige Besucher
und der Autor selbst Probleme den Veranstaltungsort, den Gasthof
Murtinger, zu finden, wodurch sich der geplante Beginn von 18:00
Uhr um etwa eine halbe Stunde verzögerte. Die Ursache dürfte eine nicht
sonderlich gelungene Wegbeschreibung auf der Webseite von Buchkritik.at
gewesen sein.
Etwa 30 Besucher fanden sich dann doch ein, wobei nicht
einmal die Hälfte Breitenfurter waren. Den Hauptanteil stellten Fans
des Autors, die in einem Fall sogar aus Graz angereist waren. Vor der
Lesung wurden noch kleine Imbisse und Getränke serviert, die Gerhard
Murtinger, der Chef des Hauses, spendierte.
Nach einem kurzen Soundcheck des "Tonmeisters" Robert Hellmann
und einer kurzen Einführung durch Johann Janka begann Andreas Gruber
mit einer Kurzgeschichte über den jungen Richard Wagner aus einer Anthologie
des Aarachne-Verlages. Es folgte eine Science-Fiction-Kurzgeschiche
aus seinem aktuellen Buch "Die letzte Fahrt der Enora Time", über junge
Frau, die es mit der Vernetzung zwischen Mensch und Computer etwas zu
weit getrieben hatte. Danach konnten sich Autor und Publikum in einer
Pause etwas entspannen.
Der zweite Teil der Lesung begann mit einer Kurzgeschichte
aus der mittlerweile vergriffenen Horrorstorysammlung "Der fünfte Erzengel"
um einen Besuch eines Journalisten in einem Geisterhaus in Ungarn. Den
Abschluss machte ein Text aus einer anderen Anthologie des Aarachne-Verlages
mit dem Titel "Das Verwandtenhasser -Buch". Hier rächt sich ein Ehemann
auf sehr eigenwillige Art an seiner untreuen Frau.
Die ersten drei Texte hat Andreas Gruber angesichts der
begrenzten Zeit in einer mehr oder weniger deutlich gekürzten Fassung
vorgetragen, nur die letzte Geschichte las er in voller Länge. Die Kürzungen
waren aber geschickt gemacht und oft durch überleitende Worte elegant
überbrückt.
Die erste Geschichte kam nicht überall im Publikum besonders
gut an, weil der Stoff vielleicht für Hörer, die zum Großteil das erste
Mal bei einer Lesung waren, nicht die ideale Wahl war. Dafür kamen die
folgenden 3 Geschichten durchwegs hervorragend an und sorgten nicht
nur für Applaus sondern auch noch für Gesprächsstoff an den meisten
Tischen nach der Lesung.
Nachdem Andreas Gruber fertig gelesen hatte, wurden noch
3 Bücher von ihm von Buchkritik.at unter den Besuchern verlost, in der
Pause waren die Lose bereits verteilt worden. Während er sie signierte,
nutzten einige Besucher noch die Möglichkeit und kauften das eine oder
andere Buch des Autors.
Die meisten Besucher blieben noch, um die ausgezeichnete
Küche des Gasthauses Murtinger auszuprobieren und den Abend in gemütlichen
Tischrunden ausklingen zu lassen.
Das die Lesung insgesamt als gelungener Abend zu bezeichnen
war, ist in erster Linie dem Können und Talent von Andreas Gruber als
Vorleser zu verdanken. Er schaffte das Kunststück, mit Stimme und Gestik
deutlich zu betonen, ohne jemals durch Übertreibung ins Pathetische
abzurutschen. Sparsam setzte er geschickt gewählte Handbewegungen ein,
um Stimmung oder Charaktere eindringlicher wirken zu lassen und sie
vor den Augen der Zuhörer lebendig werden zu lassen.
Ohne die treue Fangemeinde von Andreas Gruber wäre selbst
der sehr kleine Saal zu schwach belegt gewesen, um eine passende Atmosphäre
zu bieten. So war er aber genau richtig und stellte auch akustisch für
Andreas Gruber und die sehr sparsame technische Unterstützung kein Problem
dar. Selbst Nebengeräusche aus dem nebenliegenden Gastraum störten nicht
sonderlich.
Eine kleine Veranstaltung im passenden Rahmen, der für ein
angenehm privates Ambiente sorgte. Fast wie zu Hause entspannt einem
Vorleser vor dem brennenden Kamin lauschen.
Von Alfred
Ohswald am 26. 3. 2002
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