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Harry Shapiro/Caesar Glebbeek
Jimi Hendrix, Electric Gypsy
Die Biographie
(Jimi Hendrix, Electric Gypsy, 1990)

VGS
1993
Übersetzt von Ingeborg Schober
777 Seiten
DM 78,-


Von Alfred Ohswald am 08.03.2001

  Jonny Allen Hendrix, später von seinem Vater in James Marshall Hendrix umbenannt, wuchs wie so viele schwarze Musiker in armen Verhältnissen und in einer zerrüttelten Familie auf. Mit 15 entdeckte er seine Liebe zur Musik und bekam seine erste Gitarre. Aber erst mit der elektrisch verstärkte Gitarre fand er sein wirkliches Instrument.
  Nach einem Zwischenspiel beim Militär begann er als Begleitmusiker herumzuziehen und spielte auch für einige der damals bekannten Stars wie z.B. Little Richard. Dann spielte er eine Zeit in den Clubs von New York, wo er aber auch selten genug verdiente, um sich Essen und ein Dach über den Kopf leisten zu können. Dort sahen ihn aber einige bekannte britische Musiker und Chas Chandler, der Bassist der Animals lud ihn nach London ein.
  Dort begann dann Jimi Hendrix unaufhaltsamer Aufstieg zum Superstar und begnadetster Virtuose der E-Gitarre bis zu seinem Tod am 18. September 1970.
 
  Diese wirklich ausführliche und umfassende Biographie beschäftigt sich nicht nur mit dem Leben von Jimi Hendrix. Der Schwerpunkt liegt auf der innovativen Musik. Jeder Musiker der mit ihm gespielt hat, wird erwähnt, jede wichtige Aufnahme und fast alle Konzertauftritte werden kommentiert. Aber auch das in der damaligen Zeit im Musikgeschäft nicht unüblichen Chaos aus zwielichtigen Geschäftemacherei und Dilettantismus, das erst nach Hendrix Tod offensichtlich wurde, wird gezeigt.
  Die Persönlichkeit von Jimi Hendrix, die sich deutlich von seinem öffentlichen Image unterschied, wird so klar wie möglich dargestellt. Obwohl hier der einzige, kleine Kritikpunkt angebracht ist. Die Autoren sehen ihn manches Mal vielleicht doch etwas zu unkritisch.
  In den Anhängen zeigt sich dann noch mal die hervorragende Qualität dieser Biographie. Sämtliche Gitarren von Hendrix sind angeführt, ein Literaturnachweis, eine Liste der Filme, eine Diskographie, eine Chronologie, die Spieltechniken und noch einiges Weitere sind dort nachzulesen. Allein die Discographie mit genauen Angaben zu verschiedenen Versionen der einzelnen Titeln, Beteiligten usw. ist etwas, was man sich in jeder Musikerbiographie in dieser Form wünschen würde.
  In diesem Buch bleiben wohl kaum Fragen über Jimi Hendrix offen, und es bleibt nach dem Lesen auch als Nachschlagwerk kein Platzverschwender im Bücherschrank. Der beachtliche Umfang ist hier wirklich sinnvoll gefüllt.

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