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Heinz Geuen
“Hemmungslos das Leben spüren“
Janis Joplin
(2000)

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324 Seiten
DM 16,90 öS 123,-


Von Alfred Ohswald am 28.02.2001

  Janis Joplin war der erste weibliche Superstar der Rockmusik. Obwohl sie nur vier Alben produzierte. Kurz vor Beendigung des vierten Albums, „Pearl“, starb sie an einer Überdosis Heroin. Ihre dominierenden Wesenszüge waren ein Schwanken zwischen den Gegensätzen selbstbewusster Rebellion und Selbstmitleid. Ihr exzessives Sexualleben und Drogen- und Alkoholexzesse zelebrierte sie provozierend in aller Öffentlichkeit, wobei sie in ihren Angaben eher noch übertrieb. Ihr prägender Einfluss stammte von den Autoren der Beat-Generation, wie Allan Ginsberg, Jack Kerouacs, William Burroughs, Neal Cassady und Herbert Huncke und diesen Vorbildern blieb sie in ihrer Lebensführung bis zum Ende treu. Obwohl sie ein Idol der Hippys und Yippys wurde und sich mit deren Mode auch anfreundete, hatte sie mit der Absicht, die Welt zu verbessern nichts am Hut. So blieb sie den „Hells Angles“ trotz deren Gewalttätigkeit immer freundschaftlich verbunden, auch wenn sie selbst manchmal Opfer ihrer Aggressionen wurde. Ihr ganzes Leben schwankte sie zwischen Gegensätzen und diese Konflikte waren auch meist die Inspiration für ihr künstlerisches Schaffen.
 
  Die Biographie Geuens beschäftigt sich in erster Linie mit der Person Janis Joplins und erwähnt ihr musikalisches Schaffen nur in Zusammenhang damit. Er geht auch ausführlich auf die gesellschaftlichen Umstände der jeweiligen Zeit und Umgebung in den USA ein, in denen sich Joplins Leben abspielte. Lieder und Texte zitiert er nur, wenn sie auf bestimmte Ereignisse oder Stimmungen bezug nehmen. So sind in der Diskographie im Anhang nicht die einzelnen Titel auf der jeweiligen Alben angegeben.
  Das Buch ist darum mindestens so sehr das Portrait einer ungewöhnlichen Frau in einer außergewöhnlichen Lebenssituation, wie ein Künstlerportrait.

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