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Kim Stanley
Mars-Trilogie
Roter Mars Grüner Mars Blauer Mars

Heyne
1997


 

Von Barbara König am 06.08.1999

  Ich habe gerade den letzten Band der Mars-Trilogie von Kim Stanley Robinson gelesen und bin wirklich sehr angetan: endlich mal ein SF-Buch, das ich ohne Bedenken auch Nicht-Genre-Fans schenken würde.
  "Red Mars" beginnt mit der Besiedlung des Mars Anfang des nächsten Jahrhunderts und im weiteren Verlauf wird die Geschichte der Menschheit in den nächsten 250 Jahren (IMHO recht plausibel) extrapoliert.
  Was mich dabei besonders beeindruckt hat, sind Robinsons plastische Beschreibungen, sowohl der Landschaften des Mars, als auch der Charaktere. Besonders schön ist dabei, daß immer wieder aus den Blickwickeln unterschiedlicher Personen erzählt wird, und dabei auch die Sprache und der Erzählstil entsprechend wechseln.
  Die Trilogie hat nicht umsonst den Hugo und den Nebula Award gewonnen.
  Robinson hat sich meiner Meinung nach sehr gut in seine Charaktere hineinversetzt: die depressive Maya, die bodenständige Nadia, der optimistische John, der verbitterte Frank, der geniale abgehobene Sax (obwohl mir Sax in "Red Mars" noch als recht nichtssagend erschienen war, ab "Green Mars" wird der Charakter viel interessanter), der charismatische Nirgal, wobei die Personen immer noch ungeheuer vielschichtig bleiben.
  Die Extrapolation von Wissenschaft und Technik fand ich auch ziemlich gelungen, wobei mir einiges dann doch recht unwahrscheinlich erschien: z.B. daß die Entstehung einer Atmosphäre, das Pflanzenwachstum und die Einführung von Tieren dann doch recht flott gehen, wie schnell die neue Gesellschaftsform (v.a. auch auf der Erde) akzeptiert wird.

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