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Jörg Wörther
Das Wörtherbuch
Von Flusskrebsen, Erdäpfelgnocchi, Hollerkoch und anderen Feinheiten der österreichischen Küche. Mit Fotos von Peter Angerer/ Jörg Wörther.

Haymon
1998
139 Seiten
DM 72,-


Von Johann F. Janka am 24.01.2001

  Ein Kochbuch der anderen Art! Jörg Wörther, „vier Hauben Koch“ aus Bad Gastein, erlaubt uns mit seinem Erstlingswerk einen tiefen Einblick in seine Auffassung von moderner aber doch sehr österreichischer Küche.
 
  Wörther verzichtet in seinem Buch geradezu auf jeglichen Schnick - Schnack im Glanzdesign. Ganz im Gegenteil, die Abbildungen, vom Salzburger Peter Angerer, einem Meister seines Faches, ins rechte Licht gesetzt wirken auf den ersten Blick fast erschreckend schlicht und leer, da ohne jeglicher Dekoration dargestellt. Dies ändert sich aber sehr rasch, umso mehr man das Buch studiert. Gerade die elegante Unaufdringlichkeit der Fotos sowie des Schriftsatzes lassen die Speisen noch appetitlicher und realistischer wirken. Jörg Wörther widmet den ersten, größeren, Teil seines Werkes den Rezepturen und verwendet den zweiten Teil dafür um die notwendigen Grundrezepte zu erklären. Der Leser hat damit die Möglichkeit, die Gerichte in Ruhe auf sich wirken zu lassen ohne durch die oft sehr langen Zutatenlisten gestört zu werden. Die Speisen reichen von, raffiniert servierten Sellerietascherln, über heimischen Fisch, Bauernhuhntopf, Pilzgericht, gefüllte Kohlrabi, zweierlei Lamm, Rehfilet mit Steinpilzen bis zur Blutorangentorte auf Ribisel-Brombeer-Sauce und dem glacierten Nussschmarrn. Nicht zu vergessen – die eingelegten Pilze. Dies ist wirklich nur eine kleiner Auszug aus dem Buch und der Gourmetwelt des zweifachen „Gault Millau“ vier Hauben Koches, der unter anderem auch für Eckhart Witzigmann, ebenfalls aus dem Gasteinertal stammend, als Sous-Chef tätig war.
 
  Zusammenfassend darf man „Das Wörtherbuch“ als wirklich sehr gelungen konzipiertes Kochbuch im neuen Stil bezeichnen. Das Zusammenspiel zwischen den Speisen, deren Präsentation sowie der Gesamtgestaltung des Buches erzeugt eine sichtbare Harmonie. Obwohl die enthaltenen Gerichte trotz ihrer schlichten Darstellung sehr elegant auf den Betrachter wirken und ganz sicher mit viel Raffinesse zubereitet werden, befällt einen doch nie das Gefühl, die Mehrzahl der Speisen nicht nachzukochen im Stande zu sein. „Das Wörtherbuch“ das erste Werk des ersten österreichischen „Koch des Jahrzehnts“ - eine Inspiration für Hobbyköche und Profis. Sehr empfehlenswert!

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