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Dashiell Hammett
Der Malteser Falke
Hörspiel
(The Maltese Falcon, 1929)

Hörverlag
1997
DM 29,90 öS 224,- sFr 27,90


Von Alfred Ohswald am 19.01.2001

  Eines Tages taucht eine schöne Frau im Büro vom Privatdetektiv Sam Spade auf und bittet ihn, einen Mann zu beschatten. Sein Partner Miles übernimmt die Sache, doch er wird dabei erschossen. Kurz darauf wird auch der Beschattete tot aufgefunden. Spade wird von der Polizei als möglicher Täter betrachtet und macht auch bald Bekanntschaft mit anderen Zwielichtigen Figuren, die alle hinter der gleichen Sache her zu sein scheinen. Aber alle treiben ihr eigenes Spiel und wollen Spade für ihre Zwecke einspannen. Überall stößt er auf Lügen und so erfährt er erst spät, dass es sich um eine überaus wertvolle Statue eines Falken handelt, der einst als Geschenk des Malteser-Ordens für Kaiser Karl V. gedacht war.
 
  Die meisten werden die Geschichte wohl vor allem von der Verfilmung mit Humphrey Bogart im wohl berühmtesten Film-noir kennen. Aber der Sam Spade in diesem Hörspiel ist anders, nicht mit diesem melancholischen Aspekt, wie Bogart ihn im Film darstellt. Dieser Spade ist härter, zynischer und brutaler in der Sprache.
  Insgesamt geht dieses Hörspiel sparsam mit dem Text um, immer wieder liegen mit Geräuschen einer Schreibmaschine, einer gluckernden Flasche usw. gefüllte Pausen zwischen den Sätzen der Protagonisten. Dadurch entsteht eine sehr passende Atmosphäre beim Zuhören. Hingeworfene Sätze, dazwischen das Geräusch einer sich öffnenden Tür oder eines Fahrstuhls, es passt hier eindeutig besser als Geschwätzigkeit. Dadurch wird auch die Einsamkeit der durchwegs nur an ihren eigenen Zielen interessierten Figuren und ihre daraus resultierende Kälte bei all ihrer sonstigen Verschwiegenheit dem Zuhörer wirkungsvoll dargestellt. In dieser Intensität gelingt das bei einem Hörspiel selten.
 
 Zum Abschluss einige Daten zu diesem Hörspiel:
 
 106 Minuten auf zwei Musikkassetten
 Produziert vom SWF, HR und NDR 1996
 
 Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
 Musik: Gerd Bessler
 Dramaturgie: Klaus Schmitz
 Ton: Roland Seiler
 Technik: Regine Schneider
 Sprecher: Dieter Laser, Susana Fernandes Genebra, Jens Wawreczek, Peter Fricke, Sascha Icks, Klaus Spürkel, Peter Dirschauer, Benjamin Reding, Hansjürgen Gerth, Ellen Schulz, Sabine Niethammer, Götz Argus, Andreas Szerda, Matthias Bürggemann

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