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Robin Hobb
Der Ring der Händler
Die Zauberschiffe 1

Goldmann
1999
475 Seiten
DM 16,90


Von Michael Thomas Kirchner am 13.01.2001

  Es war einmal, vor langer Zeit, eine Hochzivilisation, die ... aber eigentlich ist das schon so lange her, daß es kaum lohnt darüber zu reden. Auf jeden Fall, etwas später machten sich Menschen auf und gründeten eine Kolonie an der Küste und erforschen das Inland. Doch
 das Leben war karg, gefährlich und forderte hohen Tribut von den Siedlern. Nur wenige hielten aus, doch diese wurden reich beim Handel mit den wundersamen und begehrten Artefakten vom Regenwaldfluß, der nur mit den 'Lebenden Schiffen' dieser alten Händlerfamilien zu befahren war.
  Hieraus spannt Hobbs einen bildereichen Bogen, mit einem Flair von karibischen Piraten, ehrwürdigen Händlerdynastien, dekadenten Sonnenkönigen und skrupellosen Sklavenhändlern.
  Die Atmosphäre der Lifeshiptraders ist kaum mit anderer Fantasy zu vergleichen. Zwar spielt sie auf derselben Welt wie die Weitsehersage, aber weiter südlich, so daß ein eher karibisches Umfeld aufkommt, mit den zugehörigen Mythen. Eine richtige Magie,
 außer Telepathie, gibt es auch kaum, ebensowenig wie fremde Rassen. Der phantastische Teil der Geschichte lebt von den Fähigkeiten des sog. Hexenholzes und der farbenfrohen, detailreichen Beschreibung der verschiedenen menschlichen Lebensumstände.
  Aus dem Hexenholz sind die Lebensschiffe erbaut, die nach drei Generationen in ihrer Händlerfamilie lebendig werden; die Galleonsfigur beginnt zu sprechen, entwickelt eine eigene Persönlichkeit und wird als Teil der Familie betrachtet. Aber man kann noch anderes daraus machen, etwa trägt Kennit ein kleines, sprechendes Amulett in der Form seines Gesichts am Handgelenk, das ihm Glück bringen soll. Doch leider hat das Amulett ganz andere Vorstellungen vom Glück und berät den Piraten auf eine Art, die ihm sehr unlieb ist.

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