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Joanna Russ
Eine Weile entfernt
(The Female Man, 1975)

Argument Verlag
2000
Übersetzt von Hildrud Bontup auf der Grundlage der Übersetztung von Werner Fuchs
254 Seiten
DM 17,90


Von Alfred Ohswald am 08.01.2000

  In einer Parallelwelt 1000 Jahre in einer (nicht der) Zukunft sind vor a. 800 Jahren alle Männer einer Seuche zum Opfer gefallen und es hat sich eine rein weibliche Gesellschaft gebildet. Die biologischen Probleme konnten mit technischen Mitteln gelöst werden. Dann gelingt es mittels Zeitreise Menschen von dieser Welt in die heutige zu transferieren und umgekehrt.
  Natürlich sorgen diese in einer fremden Gesellschaft auftauchenden Frauen für beträchtlichen Wirbel und Verwirrung.
 
  Russ ist wohl die SF-Autorin mit den eindeutigsten und auch ziemlich radikalen, feministischen Texten. In „Eine Weile entfernt“ beginnen alle Namen der zahlreichen Protagonistinnen mit „J“, was schon darauf hindeutet, dass sie alle verschiedene Aspekte der Autorin darstellen sollen. Männer kommen in dem Roman nur als Nebenfiguren ohne die geringste, eigene Persönlichkeit vor.
  Der Roman ist auch schwer zu lesen, weil sehr häufig und übergangslos zwischen den verschiedenen, weiblichen Hauptfiguren herumgesprungen wird. Es ist nicht leicht, ständig zu wissen, wo und bei wem genau man sich als Leser gerade befindet, wenn man nicht ständig genau aufpasst. Die Passagen sind meist wenige Absätze lang, oft aber auch nur wenige Sätze oder gar nur ein einziger Satz und die Handlung geht unvermittelt bei einer anderen Frau, möglicherweise in der anderen Welt, weiter.

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