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Anne Rice
Die Mayfair-Hexen
(Taltos. Life of the Mayfair Witches)

Goldmann
1994
Übersetzt von Rainer Schmidt
574 Seiten
DM 17,90 öS 131,-


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Von Alfred Ohswald am 18.03.1999

  Ash ist reich und mächtig. Doch er ist auch der letzte Taltos, einer uralten, von den Menschen vernichteten Art. Als er eine Nachricht aus England bekommt, daß es dort einen weiblichen Taltos geben soll, macht er sich sofort auf den Weg.
  Unterdessen erholen sich die Mayfairs gerade vom Chaos, das der von Rowan geborene Taltos Lasher bei ihnen angerichtet hat, bevor er von Michael, dem Ehemann Rowans getötet worden ist. Doch als sich herausstellt, daß die erst 13jährige Mona schwanger ist und dann auch noch ihr Freund Aaron ermordet. Aaron war ein Mitglied der alten geheimnisvollen Gesellschaft Talamasca, die sich mit übersinnlichen Phänomenen beschäftigt. Alles deutet auf eine Verschwörung innerhalb der Talamasca hin und Rowan und Michael reisen nach England um diesen Vermutungen auf den Grund zu gehen. Dort treffen sie auf Yuri, dem Freund Aarons, der nur knapp einem Anschlag auf sein Leben entgangen ist und auf Ash mit seinem dem sagenhaften kleinem Volk zugehörigen Freund Samuel.
 
  "Die Mayfair-Hexen" ist nach "Hexenstunde" und "Tanz der Hexen" der dritte Teil dieser Reihe. Und nach dem Ende dieses Romans zu schließen, werden noch weitere folgen.
  Nach den berühmten Vampir-Romanen hat Anne Rice bei dieser Reihe in ähnlich gekonnter Form eine Geschichte rund um eine Hexenfamilie und die wundersamen "Taltos" geschaffen. Nur die "Talamasca" gibt es in beiden Geschichtszyklen.
  Rice schreibt in einem Stil, der irgendwie an klassische Gruselgeschichten erinnert und gleichzeitig in einem modernen Tempo. Damit schafft sie eine typische Atmosphäre ohne die oft vorhandene Langatmigkeit mancher dieser Klassiker. Dabei baut sie den Hintergrund ihrer mystischen Wesen von Buch zu Buch immer weiter aus.
  "Die Mayfair-Hexen" führen die Handlung vom Ende Lashers zu dem völlig andersartigen Ash weiter. Ohne die vorhergehenden Bücher dieser Reihe hängt man darum manchmal etwas in der Luft und das Ende ist eigentlich mehr ein Anfang. Wer die vorhergehenden Bücher der Reihe nicht gelesen hat und nicht vorhat die Folgebände ebenfalls zu lesen, kann sich diesen Roman eher sparen.

 

 

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