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Rebecca Bradley/Steward Sloan
Temutma
(Temutma, 1998)

Unionsverlag
2000
Übersetzt von Jürgen Bürger
317 Seiten


Von Alfred Ohswald am 15.12.2000

  Tief unter Kowloon, der „ummauerten Stadt“ in Hongkong, wird ein uraltes Wesen von zwei Kanalarbeitern aus einem langen Schlaf geweckt. Bald darauf werden völlig blutleere Mordopfer entdeckt. Zuerst wird eine wohlhabende Familie von ihrer nachts heimkehrenden Tochter Julia gefunden. Sie wird in ein Spital gebracht und dort bewacht. Später sollte sie noch eine entscheidende Rolle spielen.
  Zur gleichen Zeit liegt ein alter Mann hilflos in einem Spital. Er weiß von Temutmas Erwachen, den der einhundertzweiundfünfzig Jahre alte Mann hat ihn schon früher bekämpft.
  Superintendent Michael Scott wird auf den Fall angesetzt und versucht mit Unterstützung des Spurensicherungsspezialisten Albert Masters den Täter dieser rätselhaften Fälle zu finden. Bald stellt sich heraus, dass die Opfer immer zahlreicher werden und sie es mit einem Serienmörder zu tun haben. Zwei sensationsgeile Reporter bringen Scott in immer größere Schwierigkeiten und Temutma selbst ist ihm und Julia schon auf den Fersen.
 
  Bradley und Sloan mischen gekonnt einen normalen, modernen Krimi mit allen dazugehörigen Zutaten, wie korrupte Polizisten, aufdringliche Reporter usw. mit einer Vampirgeschichte mit uralten Mythen und einem schier unbesiegbaren Wesen. Im Gegensatz zu Anne Rice oder Tom Holland, steht hier aber der Vampir weniger als Persönlichkeit im Mittelpunkt. Er bleibt viel fremdartiger und selbst wenn man etwas über seine Gedanken erfährt, wird er in keiner Weise ein bis zu einem gewissen Grad verständliches Wesen.
  Die beiden Autoren verstehen ihr Handwerk, was Spannungsbogen und Charakterzeichnung betrifft. Obwohl letzteres nicht immer eingesetzt wird, vermutlich um den Umfang des Buches nicht zu sehr wachsen zu lassen. Bei der Beschreibung eines kleinen Vorgesetzten im Vorspann, zeigen sie aber schon, dass sie mehr als die reinen Klischeecharaktere beherrschen.
  „Temutma“ kann sich durchaus unter den zahlreichen, modernen Vampirromanen sehen lassen. Vom sich langsam aufbauenden Anfang bis zum furiosen Finale bekommt der Leser einen fesselnden Thriller serviert, den man vor dem Ende nicht gerne aus der Hand legt.

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