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Robert Blunder
Falken des Friedens

Haymon
2000
352 Seiten


Von Alfred Ohswald am 14.12.2000

  Finanzielle Schwierigkeiten und eine zerrüttelte Ehe bringen den Reserveoffizier Ronald Bergner dazu, sich ein zweites Mal für einen Einsatz bei den UN-Friedenstruppen auf den Golan-Höhen zu melden. Schon auf dem Flug wird ihm ein zwielichtiges Geschäft angeboten und bei seiner Arbeit als Verbindungsoffizier zwischen Israelis und Syrern gerät er schnell ins Fadenkreuz der Geheimdienste. Außerdem gibt es in den beiden Ländern noch verschiedene, tödlich verfeindete Fraktionen, in deren Konflikte er auch noch hineingezogen wird. Er versucht alle Versuche, sich von einer oder beiden Seiten kaufen zu lassen, abzuwehren und tut sich hier bei den dafür eingesetzten Frauen besonders schwer. Seine schlechte Angewohnheit, zu schnell in den Betten verschiedener Frauen zu landen, bringt in dann doch wieder in Schwierigkeiten.
  Als Bergner hinter eine große Sache kommt, entwickelt sich daraus auch ein Chance auf Frieden und er versucht sie zu verwirklichen.
 
  Der Autor war selbst als UN-Soldat auf den Golan-Höhen und kennt also die Materie über die er hier schreibt. Auch die erzählte Geschichte ist spannend, interessant und durchaus keine 08/15-Spionagestory.
  Stilistisch ist Blunder allerdings noch ein gutes Stück von den Könnern im Thrillergenres entfernt. Die Spannung auch mit der Formulierung aufzubauen gelingt ihm kaum, oft wirken seine Sätze eher holprig und auch ein wenig unbeholfen. Die Dialoge wirken zwar natürlich aber doch immer wieder eigenartig unpassend und seine allzu blumigen Wortschöpfungen bei den relativ zahlreichen Liebenszenen sind auch keine handwerklichen Meisterwerke. Obwohl er diese Szenen angenehmerweise nicht über Gebühr in die Länge zieht. Die Stärke des Romans liegt eindeutig in der erzählten Geschichte und noch mehr in dem gut gezeichneten Hintergrund und den darin agierenden Figuren.

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