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André Franquin
Hommage an das Marsupilami 1
Neue Geschichten aus Palumbien

Carlsen
2018
Übersetzt von Marcel Le Comte
112 Seiten
ISBN-13: 978-3551734464
D: 20,00 €/A: 20,60 €


Von Alemanno Partenopeo am 12.07.2019

  Schon seit 1952 lebt Marsupilami im Herzen des Dschungels von Palumbien, denn
 damals schuf von André Franquin in einem frühen Abenteuer von Spirou und Fantasio
 das Wundertier. Aber sehr schnell entwickelte sich dieser außergewöhnliche Charakter
 zu einer eigenen Serie von Batem und wird inzwischen sogar auf Fernsehbildschirmen
 und Kinoleinwänden gesichtet. In vorliegendem Band, einer Sammlung von Abenteuern,
 huldigen neue Autoren dem berühmten Wundertier mit dem langen Ringelschwanz.
 
  Die vorliegende Publikation ist der erste Band einer Reihe fantastischer Kurzgeschichten. Im ersten Abenteuer wollen ein paar halbkriminelle Söldner die Eier der Marsipulamis stehlen, um sie zu dressierten, ultraleistungsfähigen Kriegswaffen zu machen. Aber Cossu/Bocquet sorgen dafür, dass auch diese aufgeblasenen Jäger eine gerechte Strafe bekommen. Denn Marsipulamis wollen frei sein und niemandem dienen, schon gar nicht für die Kriege anderer. In einer anderen Geschichte streiten sich zwei andere, gutmütige Jäger, ob der Schrei der Marsipulamis nun „Huba“ oder „Oda“ lautet. Aber wer sich selber zu wichtig nimmt, wird aufgeblasen und in den Himmel geschossen, bis er über irgendeiner Baumkrone platzt. „Ein Wochenende im Dschungel“ lautet der Titel des Beitrages von Camboni/Filippi. Ihre Zeichnungen sind weniger schrill und sehr detailliert. Sie zeigen „dieses schwarzgelbe Viech“ aus einer anderen Perspektive. David Tako wiederum macht sich auf die Suche nach den „Ursprüngen“ seines liebsten Dschungelbewohners und glaubt zu wissen, dass auch sie einst Krieger waren, die gegen den Clan der Lunnas um die Kontrolle über die Portale zwischen den Welten kämpften. Denis Goulet wiederum kehrt aus den Finsternissen des Alls zurück in die schrille Buntheit zweier Wilderer, die sich adelig geben, aber doch nur arme Wichte sind.
 
  Denn welcher Mensch mit Bildung würde denn schon diese lieben Tierchen, die
 Marsipulamis, aus ihrem Lebensbiotop Dschungel entfernen wollen? Der vorliegende Band gibt einen guten Überblick, zu welch vielfältiger Schaffenskraft das einst von Franquin erschaffene Tierchen andere Autoren und Zeichner inspiriert, denn die Entwürfe sind sehr unterschiedlich und haben dennoch eines gemein: die
 Liebe zu Marsipulamis.

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