Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Yrsa Sigurdardóttir
DNA
Kommissar Huldar und Psychologin Freyja, Band 1
(2016)

btb
2017
Übersetzt von Anika Wolff
512 Seiten
ISBN-13: 9783442715756
€ 10,-


Von Alfred Ohswald am 08.05.2019

  Ein grausamer Mord an einer Ehefrau und dreifachen Mutter geschieht in Reykjavik und eines ihrer Kinder, die einzige Tochter, ist auch die einzige Zeugin. Wegen Problemen der Polizei mit der Öffentlichkeit halten sich alle erfahrenen Kollegen zurück und so kommt der noch ziemlich unerfahrene Kommissar Huldar dazu, die Leitung der Ermittlungen dieses spektakulären Falles zu übernehmen. Und er wird noch spektakulärer, weil sehr bald danach ein ähnlich gelagerter Mord geschieht und darüber hinaus die junge Zeugin gefährdet zu sein scheint.
 
  Sigurdardóttirs Krimi ist relativ konventionell konstruiert, (fast) am Anfang geschieht ein Mord und kaum beginnt die Polizei zu ermitteln, kommt es zu einem weiteren Opfer des selben Mörders. Diesen Mörder scheint ein rätselhaftes Motiv zu treiben, bei den Zahlenreihen eine wichtige Rolle zu spielen scheinen.
  Die Handlung wird aus der Sicht verschiedener Figuren erzählt, hauptsächlich natürlich von Kommissar Huldar und der für die kleine Zeugin zuständige Psychologin Freyja. Dass Sigurdardóttir schreiben kann, hat sie ja schon eindrucksvoll mehrfach bewiesen und das trifft auch hier zu. Auch wenn „DNA“ nicht gerade vor Originalität strahlt, ist es doch ein handwerklich gekonntes, spannend geschriebenes Stück Kriminalliteratur. Bemerkenswert nicht zuletzt durch die geschickt gezeichneten, variantenreichen Figuren, auch und besonders bei Nebencharakteren.
  Nichts deutet großartig darauf hin, dass es sich um einen Krimi aus Island handelt, nur bei den Namen hat man meist den Eindruck, man befindet sich in einer populären Nacherzählung der nordischen Sagenwelt. Aber im Gegensatz Büchern aus manchen anderen Ländern (oft Russland), stört es hier kaum bei der Orientierung.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.