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Franzobel
Rechtswalzer

Zsolnay
2016
416 Seiten
ISBN-13: 978-3552059221
€ 19,-


Von Alfred Ohswald am 10.02.2019

  Malte hat grade seinen Sohn zur Schule gebracht, als er auf der Heimfahrt in der Straßenbahn kontrolliert wird und bemerken muss, dass er keinen Fahrschein bei sich hat. Damit beginnt eine wahre Kaskade von Unglücksfällen für ihn, die ihn ins Gefängnis bringen und sogar später noch eine Mordanklage einhandeln.
  Kommissar Groschen wird zu einem auf sehr skurrile Art und Weise ermordeten gerufen. Wie sich herausstellt, war er der Liebhaber einer reichen Witwe, deren Familie eine florierende Baufirma besitzt, die in einer Ortschaft verdächtig häufig öffentliche Bauaufträge erhält.
 
  Der Krimi wird eine Zeit zweispurig erzählt, es gibt zwei aus der Sicht zweier Protagonisten beschriebene Handlungsstränge, die fast die ganze Zeit scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Alles ist hoffnungslos überzeichnet, viele der Figuren, der etwas in der Zukunft liegende Hintergrund, dazu sagt der Titel schon alles, und insbesondere die Sprache. Ohne Tempoverlust mit oft blumiger Formulierlust schwadroniert er sich so wortakrobatisch durch den Roman, dass es den Lesern ziemlich sicher oft etwas gar zu sehr übertrieben erscheinen mag. Bei Wörtern wie „Hinterpfeifdudler Euterzuzlern“ bewegt er sich dann auch schon Mal gerne in immer wieder jenseits der Grenze zum Infantilen.
  „Rechtswalzer“ - schon Anfangs hoffnungslos übertreibend – stolpert immer weiter ins Absurde. Die regierende politische Partei LIMES wird so drastisch beschrieben, dass sie dadurch eher ins Lächerliche abdriftet. Sicher nicht die Intention des Autors. Und der Krimi-Anteil bleibt zu gering, um den Roman diesbezüglich zu retten.

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