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Anna Tell
Vier Tage in Kabul
(Fyra dagar i Kabul, 2017)

Rowohlt
2018
Übersetzt von Ulla Ackermann
368 Seiten
ISBN-13: 978-3499273841
€ 14,99


Von Alfred Ohswald am 01.02.2019

  Amanda ist Verhandlungsspezialistin und Einsatzleiterin der schwedischen Spezialtruppen in Afghanistan und darum wird ihr bei der Entführung zweier schwedischer Mitarbeiter der Botschaft die Leitung der diesbezüglichen Ermittlungen übertragen. Bald stellt sich heraus, dass eigentlich der schwedische Botschafter das Ziel gewesen wäre. Er führt ein Doppelleben und ließ sich bei einer homosexuellen Sexszene mit zwei anderen Männern photographieren. Mit diesem Foto wurde er erpresst, er sollte Heroin mittels Diplomatenpost nach Schweden schicken. Allerdings wurde einer der Männer auf dem Foto mittlerweile in Schweden ermordet aufgefunden.
  Die Suche nach den Geißeln in Afghanistan beginnt, aber Amanda muss bald feststellen, dass auch andere hinter den Entführern her sind. Gleichzeitig wird natürlich auch der Mörder in Schweden gesucht.
 
  Die recht komplexe Geschichte sorgt dafür, dass sich mancher Leser vielleicht Anfangs etwas bemühen muss, um ihr gut folgen zu können. Was ja durchaus öfter vorkommt, hier aber unbedingt der Mühe wert ist.
  Tell erzählt ihren hochkomplexen Thriller mit einigen politischen Verwicklungen in ausgesprochen hohem Tempo und sehr ökonomisch, es wird kaum ein Satz verschwendet oder gar von der Handlung stärker abgeschweift. Obwohl gut dreihundertfünfzig Seiten eigentlich nicht gerade wenig sind, passiert unablässig irgendetwas recht dramatisches.
  Wer Polit-Thriller gerne liest, sollte hier ohne Zögern zugreifen.

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