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Clifford D. Simak
Ingenieure des Kosmos
(Cosmic Engineers, 1950)

Heyne
2017
Übersetzt von Rainer Eisfeld
127 Seiten
ISBN-13: 978-3-641-21320-6


Von Alfred Ohswald am 21.01.2019

  Zwei Reporter sind auf dem Weg zum Pluto und treffen unterwegs auf ein Raumschiff mit einer Frau, die sich seit tausend Jahren im Tiefschlaf befindet. Praktischerweise findet sich dort auch eine Anweisung, wie sie zu wecken ist. Weil ihr Gehirn die ganze Zeit über aktiv war, entwickelte sie rudimentäre Telepathie und berichtet von Signalen von jenseits des Sonnensystems, die sie allerdings nicht verstand.
  Am Pluto finden sie einen Wissenschaftler vor, der eine Maschine konstruiert hat, mit deren Hilfe er ebenfalls Signale empfängt. Wie sich herausstellt, sind es die Selben, wie die von der Frau empfangenen wurden und durch die Unterstützung durch die Maschine kann sie die Signale jetzt auch verstehen.
  Sie werden von den sogenannten Kosmischen Ingenieuren vom Rand des Universums ausgesandt und bitten damit um Hilfe, um eine gewaltige Bedrohung für diesen, unseren Kosmos abzuwehren.
 
  Ein kurzer Roman voller haarsträubender Zufälle. Und natürlich steht einer Reise über Milliarden Lichtjahre nichts im Wege. Diese Reise erinnert fast ein wenig an H.G.Wells Zeitmaschine, wobei die eindeutig nachvollziehbarer und eleganter ist. Und natürlich muss es gleich eine Bedrohung fürs ganze Universum sein, der sich eine kleine Abenteuertruppe stellen muss.
  Kurz, es ist eine reichlich unsinnige Geschichte, deren erneute Veröffentlichung als E-Book ausgesprochen überflüssig erscheint. Wahrlich kein Meisterwerk Simaks.
  Einige Dinge werden ganz offensichtlich völlig falsch dargestellt, selbst bei großzügiger Betrachtung. So etwa wenn Besucher am Pluto keinen Mond am Himmel sehen können, wo bleibt zumindest Charon? Oder wenn Elektronen trotz Quantenmechanik zum Stillstand gebracht werden oder das Sonnensystem durch den Zusammenstoß zweier Sterne entstand und ähnlicher unsinnige Pseudophysik mehr.
  Simak konnte ja erzählen, nur hätte er die Finger von einer Geschichte lassen sollen, in der Physik und Kosmologie eine so wichtige Rolle spielen. Man könnte glauben, eine Episode von Douglas Adams „Hitchhiker‘s Guide to the Galaxy“ zu lesen, nur ohne Humor und 42.

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