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Paul Werner
Film Noir und Neo-Noir

Vertigo Verlag
2000
352 Seiten
DM 38,- Euro 19,43


Von Alfred Ohswald am 07.12.2000

  Werner beschäftigt sich in dieser neuesten Ausgabe zusätzlich zum klassischen Film Noir auch mit den neueren Filmen dieses Genres, dass er Neo-Noir nennt. Im ersten Teil beschreibt er, chronologisch vorgehend, die Geschichte dieses ungefähr 1940 entstandenen Genres. Dabei geht er auf die Zusammenhänge zwischen den jeweiligen gesellschaftlichen Umständen und der Handlung und den in diesen Filmen agierenden Protagonisten ebenso ausführlich ein, wie auf die Entwicklung der Filme selbst.
  Im darauffolgenden Teil folgt ein Filmlexikon des klassischen Film Nior, alphabetisch nach Originaltiteln geordnet, mit den Filmdaten und einem kurzen, aber aussagekräftigen Text mit Inhaltsbeschreibung und Kommentar. Das Selbe, ohne Inhaltsbeschreibung und Kommentar, nur mit den Filmdaten, folgt dann für die Vertreter des Neo-Noir.
 
  Solche Filmbücher würde man sich immer wünschen. Der kenntnisreiche Text macht den Schwerpunkt aus und dient nicht als Füllmaterial in einem Pseudo-Bildband. Und in diesem Text findet man nicht nur eine grob zusammengekleisterte Zitatenwüste diverser Filmmagazine und er liest sich auch noch angenehm flüssig.
  Nur der Lexikonteil des Neo-Noir-Films hätte in der selben Art gemacht werden sollen, wie das bei den klassischen Vertretern des Genres geschehen ist, auch wenn der Umfang des Buches dadurch deutlich gewachsen wäre. So entsteht ein etwas halbfertiger Eindruck. Dieser kleine Wermutstropfen soll aber nicht den insgesamt sehr positiven Eindruck des Buches allzu sehr trüben.
  Für Filminteressierte macht das Lesen oft Appetit auf diese Filme und das ist vermutlich das Beste, was man einem solchen Sachbuch nachsagen kann.

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