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Vernor Vinge
Der Friedenskrieg
(The Peace War, 1984)

Heyne
2018
Übersetzt von Rosemarie Hundertmarck
432 Seiten
ISBN-13: 978-3453319608
€ 10,99


Von Alfred Ohswald am 02.01.2019

  Vor 50 Jahren brach ein Krieg und kurz darauf eine Seuche aus, als das „Friedensamt“ eine Blase entwickelte, in die alle schädlichen und feindlichen Dinge und Gebiete völlig unzugänglich eingeschlossen werden können. Also werden Atombomben, Biowaffen und ähnliches darin unschädlich gemacht. Allerdings zerschlug das „Friedensamt“ auch alle Regierungen und ließ meist nur etwas zwischen Anarchie und Totalitarismus zu, um Widerstand oder Opposition im Keim zu ersticken.
  Aber natürlich gibt es solchen Widerstand und besonders das alte Genie Paul ist eine treibende Kraft. Als er über den jungen, schwarzen Kriminellen Wili stolpert, erkennt er sein Talent und nimmt ihn als Lehrling zu sich.
 
  „Der Friedenskrieg“ ist der erste Teil einer Dystopie, anders als die später erschienen Space-Operas „Eine Tiefe am Himmel“ oder „Ein Feuer auf der Tiefe“. Vernor Vinge ist sicher einer der aktuell besten Science-Fiction-Autoren und kombiniert sein großartiges Erzähltalent oft mit einer genialen Idee für den Hintergrund. Im Gegensatz zu den oben beiden genannten, spielen hier exotische außerirdische Zivilisationen keine Rolle, es geht ausschließlich um eine zukünftige Erde mit den Auswirkungen einer recht ungewöhnlichen, technischen Errungenschaft.
  Auch die Charaktere sind gewohnt gut gelungen, keineswegs eindimensional. Nur an einer Stelle kann er den US-Amerikaner nicht verleugnen, wenn er die heutige USA als großartigstes Land der Welt bezeichnet.

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