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Peter Iwaniewicz
Menschen, Tiere und andere Dramen

Kremayr & Scheriau
2018
192 Seiten
ISBN-13: 978-3218011358
€ 22,-


Von Alfred Ohswald am 28.10.2018

  Wer sich eines der üblichen Tierbücher erwartet, wird möglicherweise enttäuscht werden. Zuerst stehen hier nicht die diversen Tierarten und ihre Verhaltensweise im Mittelpunkt, sondern Anekdoten aus dem Werdegang und den Erlebnissen des Biologen, der der Allgemeinheit vermutlich in erster Linie als Kolumnenautor in der Wiener Wochenzeitung „Falter“ bekannt sein dürfte. Wer als mehr oder weniger die Kolumne „Tier der Woche“ im Falter liest, wird wohl bereits nicht wenige der Geschichten in „Menschen, Tiere und andere Dramen“ kennen.
  Durch das relativ großzügige Layout, nicht sonderlich hoher Seitenzahl und ab und an eingestreute Illustrationen ist das Buch alles, nur kein Wälzer. Das erwähnte Layout macht es auf der anderen Seite aber auch recht gut lesbar für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft.
  Naheliegenderweise behandeln die ersten Kapitel den Entschluss zum und das Studium der Biologie selbst bis zum erfolgreichen Abschluss desselben.
  Der Stil bleibt durchgehend etwas flapsig, ironisch im Ton und erzählt meist von mehr oder weniger witzigen Ereignissen im Berufsleben des Autors.
  Natürlich gibt es auch Geschichten zu Tieren, aber fast immer in Zusammenhang mit Menschen. Ein Beispiel zu Anschauung: „Seit den 1959er Jahren wird der Große Tümmler, eine Delfinart, von der US-Navy für militärische Operationen trainiert, um auf Terroristen zu schießen und Spione unter Wasser aufzuspüren. Nachdem einige dieser Kampfdelfine durch den Hurrikan Katrina aus ihrem Becken ins freie Meer gespült wurden, macht man sich Sorgen, ob diese Säugetiere itelligent genug sind, um zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Jetzt jagen Navy-Seals die Navy-Delfine.“(*)
 
  Abseits seines Faches ist der Autor in Details nicht immer ganz Fehlerfrei. Auf Seite 41 behauptet er etwa, die V2 der Nazis sei nie eingesetzt worden. Ein kurzer Blick in Wikipedia oder sonst irgendwo im Internet, geschweige denn in ein Buch zum Thema, hätte die nötige Information zur Verfügung gestellt.
 
 (*) Delfine wurden und werden übrigens auch von andren Staaten militärisch eingesetzt.

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