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Jan Eick
Grenzgänge
Der 25. Kappe-Fall

Jaron Verlag
2015
208 Seiten
ISBN-13: 978-3897737686
€ 7,95


Von Klaus Makollus am 15.06.2018

  Ronald Roeder ist gestorben, als sein Haus in Berlin-Frohnau bis auf die Grundmauern niederbrannte. Das Feuer wurde mit Absicht gelegt, wie Kriminaloberkommissar Otto Kappe feststellt. Kappe kommen Zweifel, ob es sich bei dem Toten wirklich um den Leichnam Roeders handelt. Er durchleuchtet nicht immer ganz legal das frühere Leben des Mannes, der ursprünglich aus dem Osten stammt und von dort geflohen ist. Weist die Brandleiche auf ein Verbrechen hin, für das vor einigen Jahren der Falsche bestraft wurde?
 
  Über Jan Eick ist nicht viel bekannt. Es handelt sich dabei um das Pseudonym von Helmut Eickermann, der freiberuflich als Autor in Berlin lebt und arbeitet.
 
  "Es geschah in Berlin" heißt eine Kriminalromanreihe, die in fiktiven Geschichten die Geschichte Berlins im 20. Jahrhundert vorstellen soll. „Grenzgänge“ ist der 25. Kappe-Fall.Der vorliegende Band spielt im Jahre 1958. Die Reihe ist als Kettenroman-Reihe angelegt. Aufeinander aufbauend werden hier chronologische Ereignisse zur Familien- und örtlichen Stadtgeschichte Berlins vorgestellt und mit fiktiven Kriminalfällen verknüpft.
  Interessant ist auch, daß "Es geschah in Berlin" auch eine Hörspielreihe des RIAS in Berlin hieß. Zwischen 1951 und 1972 gab es 499 Folgen, in denen wahre Kriminalfälle nach Protokollen der Polizei für den Hörfunk aufbereitet wurden.
  „Grenzgänge“ ist eines der besten Bände aus der Buchreihe. Atmosphärisch dicht wird hier ein Kriminalfall geschildert, bei dem Fiktion und Fakten gelungen vermischt sind und in den auch eine kleine Liebesgeschichte einfließt. Der Fall wird zwar nicht komplett aufgelöst, ist aber spannend geschrieben und angenehm lesbar gehalten.
  Das Buch ist ein guter Beweis für die Aussage, daß deutschsprachige Kriminalliteratur inzwischen ein hohes Niveau erreicht hat.

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