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Peter V. Brett
Das Leuchten der Magie
Demon Zyklus, Band 5
(The Core. Demon Cycle 5)

Heyne
2017
Übersetzt von Ingrid Herrmann-Nytko
656 Seiten
ISBN-13: 978-3453315747
€ 16,99


Von Alfred Ohswald am 27.04.2018

  Vorweg, in „The Core. Demon Cycle 5“ frönt der Heyne-Verlag wieder einmal der Unart, das englischsprachige Original in die zwei Teile „Das Leuchten der Magie“ und „Die Stimmen des Abgrunds“ aufzuteilen und das auch noch ziemlich überteuert. Soll es wegen Übersetzung ect. das Doppelte kosten, aber mehr als das Dreifache ist doch etwas hoch gegriffen? Wer sich trotzdem entschließt, die beiden Bücher zu kaufen, sollte das Erscheinen von „Die Stimmen des Abgrunds“ abwarten und dann beide Teile kaufen und zusammenhängend lesen. Die beiden Bände zu lesen ist nur sinnvoll, wenn man die Vorgänger kennt, für sich allein stehen sie absolut nicht.
  Die Handlung in „Das Leuchten der Magie“ springt direkt in den Cliffhanger von „Der Thron der Finsternis“ hinein. Es gibt keinerlei Zusammenfassung o.ä. der bisherigen Handlung, im Zweifelsfall ist es sogar empfehlenswert, zumindest den erwähnten Vorgänger noch mal zu lesen, um den Anschluss wieder leichter zu finden.
 
  Über die Handlung will ich kein Wort verlieren, würde ich doch damit für jeden, der noch am Anfang des Epos steckt und einen Teil des Vergnügen noch vor sich hat, möglicherweise den Spass verderben. Und das wäre wirklich schade!
  Wie immer, schweift er gerne etwas ab und verweilt gerne ziemlich ausgiebig bei Nebenhandlungen und schildert Kämpfe etwas zu ausführlich und detailliert. Brett muss darauf achten, sich nicht mit den zahlreichen Personen und Schauplätzen zu verzetteln, wie es George R. R. Martin in „A Feast for Crows“ (dt. „Zeit der Krähen“ und „Die dunkle Königin“) passierte. Bisher funktioniert der Erzählstrom noch. Und manchmal darf man es mit der Logik nicht zu genau nehmen, ziehen Kuriere jahrzehntelang wenig gefährdet durchs Land, so liefen die Dämonen ganzen Gruppen von Reisenden wahre Schlachten, wenn der Autor ihnen seine Aufmerksam schenkt. Die Episode über die Reise Ragans mit seiner Gruppe und die anschließenden Kämpfe hätte sich Brett durchaus sparen können, als ob die gut 850 Seiten von „The Demon Cycle 5. The Core“ noch extra aufgeblasen werden mussten!
 
  Im zweiten Teil von „The Core. Demon Cycle 5“, Teil 6 „Die Stimmen des Abgrunds“ in der deutschen Ausgabe beschleunigt sich die Handlung wieder richtig und es geht wieder vorwiegend um den Abstieg der beiden Haupthelden in das Dämonenreich.
  Damit ist die großartige Serie auch abgeschlossen, und wenn man auch ein wenig hier und da kürzen hätte können, bleibt es doch im Gesamten gesehen eines der hervorragensten Epen des Fantasy-Genres. Und im Gegensatz zu vielen anderen Meisterwerken, wie etwa George R. R. Martins „Game of Thrones“ oder Steven Eriksons „Das Spiel der Götter“ („The Malazan Book of the Fallen“), hält Brett das hohe Niveau weitgehend die ganze Reihe hin durch. Nur die beiden Erzählbände „Der große Basar“ und „Das Erbe des Kuriers“ kann man sich auch sparen.

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