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Robert Silverberg
Valentines Fluch
Die Majipoor-Chroniken 1
(Lord Valentine‘s Castle, 1980)

Mantikore-Verlag
2017
Übersetzt von Alexander Kühnert
576 Seiten
ISBN-13: 978-3961880003
€ 15,95


Von Alfred Ohswald am 20.04.2018

  Es gibt zwei Trilogien, die auf der Phantastischen Welt von Majipoor spielen, „Die Majipoor-Chroniken“ und „Die Legenden von Majipoor“. „Valentines Fluch“ (auch als „Krieg der Träume“ oder „Lord Valentine“ veröffentlicht) ist der allererste Teil, also Teil 1 der „Majipoor-Chroniken“.
  Die „Majipoor“-Bücher sind Fantasy-Romane mit einer Prise Science-Fiction. Es ist eine sehr große Welt, allerdings mit relativ geringer Masse voller fremdartiger Bewohner, teilweise Einheimische, teilweise von anderen Planeten. Allerdings gibt es bereits sehr lange nur mehr wenig Raumfahrt und etwa mehr Hochtechnologie, als in Fantasy sonst üblich. Die Menschen gelangten vor 14.000 Jahren nach Majipoor.
  Es herrscht der Pontifex mit Unterstützung und als öffentlichen Repräsentanten ein Lord mit dem Titel Koronal in einer Art planetarer Monarchie.
  Valentine reist ziellos und ohne richtige Erinnerungen an sein früheres Leben in Richtung einer großen Stadt und trifft unterwegs einen Hirten, der ebenfalls dorthin unterwegs ist, um seine Herde dort zu verkaufen. Es steht ein großes Fest zu Ehren des zu Besuch weilenden Koronals bevor. In der Stadt schließen sich er und sein neuer Freund einer Gruppe von Jongleuren an und ziehen nach dem Fest weiter durch die Länder.
  Doch eigenartige, befremdliche Träume quälen Valentine und manche Träume auf Majipoor bedeuten mehr als gewöhnliche Träume die entscheidenden Einfluss auf seinen weiteren Weg haben sollten.
 
  Das herausragendste positiv Merkmal der Majipoor-Reihe ist die wunderbar herausgearbeitete Hintergrundwelt. Andere Aspekte sind zwar nicht unbedingt ausgesprochen originell aber nichtsdestotrotz ausgezeichnet umgesetzt. Das betrifft insbesondere die Charaktergestaltung, so zeigt sich die eigentlich grundlegende Persönlichkeitsveränderung des Helden eigentlich kaum eindrücklich. Etwa ähnlich ist die Fantasy-Welt mit Science-Fiction-Hintergrund von Brian W. Aldiss in der „Helliconia“-Trilogie. Und eine Fantasy-Welt mittels einer Reise des Helden mit einigen unterschiedlichen Begleitern zu präsentieren ist ja spätestens seit dem „Herrn der Ringe“ auch ein gern angewandtes Stilmittel.
  Allerdings kann man die Majipoor-Romane wohl nur als phantastische Unterhaltung betrachten. Als Zukunftsvision taugt so ein Alleinherrschermodell über eine riesige Bevölkerung wohl kaum, wie die Historie wohl deutlich zeigen sollte. Mit den Ureinwohnern fühlt man sich auch sehr an das Herkunftsland des Autors erinnert.
  „Valentines Fluch“ mag nicht der gelungenste Majipoort-Roman sein, als Einstieg in diese Welt trotzdem hervorragend geeignet und ausgezeichnete Unterhaltung.
  Ein Lektorat oder zumindest ein oberflächliches Korrekturlesen eines Verlagsmitarbeitern wäre übrigens angesichts der zahllosen Schlampigkeits-Fehler wirklich dringend von Nöten gewesen!

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