Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Makoto Shinkai
your name
(Kimi no na wa)

Egmont
2017
Übersetzt von Claudia Peter
304 Seiten
ISBN-13: 978-3770496778
€ 15,-


Von Alfred Ohswald am 12.01.2018

  „your name“ ist ein Anime (jap. Zeichentrickfilm im Manga-Stil), der hier als Roman umgesetzt wurde. Es gibt auch eine dreibändige Manga-Version davon.
  Die Geschichte ist schnell erzählt, das junge Mädchen Mitsuha lebt in einem kleinen Dorf und träumt immer wieder einmal von einem Leben im aufregenden Tokio. Und dann erwacht sie eines Tages im Körper von Taki, eines Jungen in Tokio und umgekehrt. Neben einigen recht amüsanten Szenen, wie sie auf die Geschlechtsmerkmale des andere Geschlechts reagieren, dreht sich ihr Leben so oder so Anfangs weitgehend um den Alltag, also Schule und ähnliches. Natürlich stellt sich später heraus, dass ihr Schicksal irgendwie verknüpft ist.
  Während Taki in Mitsuhas Körper das Landleben kennenlernt, pfuscht umgekehrt Mitsuha in Takis Rolle in dessen Liebesleben herum.
 
  Das Buch richtet sich ziemlich eindeutig bevorzugt an ein junges, weibliches Publikum. Etwas ärgerlich ist trotzdem, dass das Layout extrem verschwenderisch wie bei einem Gedichtband ist, mit reichlich Platz an den Rändern. Die Schrift ist dann auch noch sehr groß, wie in einem Kinderbuch und wäre für ältere Leser mit Sehschwäche geeignet, nicht für Jugendliche. Wäre es wie ein normales Buch gedruckt, würde es mit weniger als der Hälfte der Seiten auskommen. Harry Potter u.ä. sind schließlich für eine ähnliche Altersgruppe gedacht und sind auch wie ein normales Buch gedruckt worden. Die Bezeichnung „Light Novel“ ist wirklich treffend.
  Der Schreibstil ist kurz und prägnant, teilweise fast ein wenig poetisch, bei langen Sätzen würde wohl eine Seite nicht reichen. Da das Buch zumindest im deutsche Sprachraum zugleich mit dem Manga und vor dem Film erschien, bleibt es Geschmackssache, welchem Medium man den Vorzug gibt.
  Der Anfang ist ausgesprochen verwirrend, aber davon soll sich niemand abschrecken lassen. Es dauert nur kurz, bis man in den Alltag der beiden Figuren einsteigt und die Verwirrung sich auflöst. Ausgesprochen charmant sind manche der hier vorkommenden Eigenheiten der japanischen Kultur, so würde wohl kaum jemand in Europa oder Amerika eine junge Frau, von der er schwärmt, „Fräulein“-soundso nennen.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.