Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Christian Klinger
Bühnentod
Marco Martins dritter Fall

Steinverlag
2015
334 Seiten
ISBN-13: 978-3901392573
€ 13,90


Von Alfred Ohswald am 01.01.2018

  Die fesche Tochter des Bürgermeisters von Blumenbach ist heiß begehrt, interessiert sich jedoch ausgerechnet nur für den gutaussehenden Siegfried Schnattl. Eine Wahl, die der Bürgermeister gar nicht gut heißen mag. Nach einem – auch deshalb - heimlichen Rendezvous der beiden in einem Acker stößt der Tochter aber am Heimweg etwas zu.
  Ein früherer Fall, den Martin für den Blumenbacher Bürgermeister aufgeklärt hat, bringt ihm Jahre später eine Einladung zu einer Theaterveranstaltung ein, die in dem Ort aufgeführt werden soll. Da Martin ohnehin Bedarf an einer Aussprache mit seiner Partnerin Anna hat, fährt er mit ihr hin, was sich allerdings nicht gerade als glänzender Einfall herausstellen sollte. Anstatt seine privaten Probleme auf die Reihe zu bekommen, verwickelt er sich zusätzlich in einen Sumpf (incl. Moorleiche) von Problemen im bei näherer Betrachtung wenig idyllischen Blumenbach.
 
  Wieder ein Krimi, mittlerweile der Dritte, mit dem Kaffee-Vernarrten Detektiv Martin mit seinem geliebten Talbot Murena aus der Wachauer Gegend in Niederösterreich. Er spielt zwar im selben Bundesland, wie der prominentere Polt Alfred Komareks, aber es ist trotzdem eine völlig andere Umgebung. Im Gegensatz zur eher tristen, fast im Aussterben begriffenen Heimat Polts, steht Krems und Umgebung relativ glänzend da. Was sich naturgemäß auch auf den Charakter der Einheimischen auswirkt. Deshalb passt es ganz gut, dass der Roman im Prolog – quasi schon eine eigene Krimi-Kurzgeschichte – mit einem vermeintlichen Fall von Veruntreuung in der Gemeinde Blumenbach beginnt. Das wäre bei Polt zwar auch möglich aber weniger passend gewesen.
  Soviel zum Umfeld, dass bei dieser Art Krimis eben eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Im Roman spielt auch das Privatleben, vorwiegend Martins Beziehung mit Anna, keine kleine Rolle. Wie viel davon in einem Krimi vorkommen soll, ist wohl Geschmackssache.
  „Bühnentod“ ist ohne große Probleme auch als erstes Buch von Klinger lesbar, man benötigt die Inforationen aus den vorhergehenden zwei Teilen nicht. Handwerklich gibt es kaum etwas auszusetzen und darum kann man Krimi-Lesern durchaus empfehlen, dem Autor Christian Klinger eine Chance zu geben.
 
  Zwei kleine Anmerkungen noch: „Bühnentod“ bei Amazon im Kindle-Format weist eine etwas gewöhnungsbedürftige Text-Formatierung auf. Und der Nachfolgeband „Blutschuld“ ist trotz dem angegebenen Veröffentlichungsdatum 4. 12. 2017 bei Amazon oder Thalia am 1. 1. 2018 noch nicht erhältlich, sehr wohl aber direkt beim Verlag?!

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.