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Jan Costin Wagner
Sakari lernt, durch Wände zu gehen
Ein Kimmo-Joentaa-Roman

Caliani Berlin
2017
235 Seiten
ISBN-13: 978-3869710181
€ 20,-


Von Alfred Ohswald am 20.12.2017

  Ein allem Anschein nach verwirrter Mann sitzt nackt in einem Brunnen in der Stadt und verletzt sich selbst mit einem Messer. Und er hält sich für einen Engel, was allerdings niemand wissen kann. Die Polizei wird gerufen und einer von ihnen – Petri Grönholm – geht auf ihn zu und bittet ihn, ihm das Messer auszuhändigen. Der Mann steht auf und geht auf Petri zu, allerdings mit dem Messer in der Hand. Daraufhin erschießt Petri ihn in Notwehr.
  Aber er ist nach der Tat verunsichert und so sucht er Hilfe bei einem ehemaligen Kollegen.
 
  Ein finnischer Krimi in deutscher Sprache ist schon für sich allein nicht gerade alltäglich, sorgen doch die ungewohnten Namen dafür, dass man sich manchmal in einem phantastischen Roman versetzt fühlt. Der Roman wird gerne als literarischer Krimi beschrieben und dieser Begriff scheint geradezu für ihn erfunden. Allerdings wird es für manchen Leser vermutlich schon zu wenig Krimi bleiben, steht zu befürchten. Manchen mag es etwas zu viel Psychologie und Philosophie in überaus fein gestrickten Sätzen sein und deutlich zu wenig Tempo und Action. So ungefähr das Gegenstück zu einem Raymond Chandler. Wer Krimis in ausgesucht schöner Sprache mag, soll allerdings hier ohne Zögern zugreifen.
  Es ist nicht der erste Krimi dieser Serie und spielt neun Jahre nach dem letzten Fall, die Hauptfigur Kimmo Joentaa ist bereits im Ruhestand lebt mit seiner Tochter an einem See. Bei ihm sucht der Todesschütze Hilfe bei der Aufklärung des Hintergrundes dieses seltsamen Mannes, den er tötete und dessen Name Sakari war.
  Übrigens bitte nicht mit Seppo Jokinens Sakari-Koskinen-Krimis verwechseln, die übrigens auch lesenswert sind aber mehr an klassischen Krimis erinnern.

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