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Henning Mankell
Treibsand
Was es heißt, ein Mensch zu sein
(Kvicksand, 2014)

dtv
2017
Übersetzt von Wolfgang Butt
384 Seiten
ISBN-13: 978-3-423-21693-7
€ 12,30 (A) € 11,95 (D)


Von Manuela Sokele am 02.12.2017

  Henning Mankell hat uns mit seinem letzten Buch „Treibsand. Was es heißt, ein Mensch zu sein“ einen Einblick in sein Leben, seine Gedanken, Ängste und Wünsche gewährt. Schon nach dem Lesen des ersten Kapitels wird klar, dass das kein „typischer Mankell“ ist, sondern dass sich der Autor diesmal sogar noch übertroffen hat.
 
  Henning Mankell erhielt am 8. Jänner 2014 seine Krebs-Diagnose. Diese gibt ihm den Anstoß dazu, seine Gedanken über sein Leben, sein Vermächtnis und den Sinn des Lebens an sich zu Papier zu bringen.
 
  Immer wieder macht sich der Autor Gedanken über den atomaren Müll, den wir für tausende von Jahren unseren Nachkommen hinterlassen. Wie soll dieser gekennzeichnet sein? Werden die Menschen in zweitausend Jahren erkennen, dass dieser Müll Gefahr für ihr Leben bedeutet? Werden in zweitausend Jahren Menschen auf der Erde leben?
 
  Auch das Sterben und die Angst vor dem Sterben beschäftigen Henning Mankell in der Zeit seiner Chemotherapien immer wieder. Wie lenkt man sich von so einer Krankheit ab? Wie schnell wird ein Mensch vergessen? Und immer wieder die Frage: Wie wird es in ein-, zweitausend Jahren sein?
 
  Mit „Treibsand“ hat Henning Mankell uns ein Werk der Extraklasse hinterlassen. Dass der Bestsellerautor ein Ausnahmetalent zum Schreiben hatte, war längst klar, aber dieses Werk stellt den Olymp der Schreibkunst dar. Ein Muss nicht nur für die Fans des Autors. Wer einmal ein Buch von Henning Mankell gelesen hat, weiß, wie genial er schreibt. Doch dieses Buch macht sein Werk endgültig unsterblich! Leider können wir ihm das nicht mehr persönlich sagen. Henning Mankell starb am 5. Oktober 2015 in Göteborg.

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