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Warren Ellis / Declan Shalvey
Aus dem Reich der Toten
Moon Knight Band 1

Panini
2015
Übersetzt von Bernd Kronsbein
140 Seiten
ISBN-13: 978-3957984234
€ 16,99


Von Alfred Ohswald am 15.12.2017

  „Moon Knight“ ist ein maskierter Marvel-Superheld und wird oft als härtere Version von DCs Batman gesehen. Allerdings leidet er im Gegensatz zu Batman an einer multiplen Persönlichkeit, die einem kurzfristigen Tod verschuldet ist. Einst war er Söldner, wurde getötet, ausgerechnet vor einer Statue des ägyptischen Gottes Khonshu, der unter anderem für den Schutz nächtlicher Wanderer zuständig ist. Dieser Gott ergreift Besitz von ihm und erweckt ihn wieder zu Leben und künftig sollte das Beschützen nächtlicher Wanderer zu seiner Hauptaufgabe gehören. Das ist ja doch etwas verrückter, als die Geschichte Batmans, oder?
  „Aus dem Reich der Toten“ ist praktisch eine Neuinterpretation dieses Charakters durch die beiden Autoren. Es sind recht unterhaltsame Kurzgeschichten, allesamt in sich abgeschlossen. Es ist also ein empfehlenswerter Einstieg in diese Figur.
  Die Comics sind nicht nur ausgesprochen brutal, sie sind auch – zumindest teilweise – nicht besonders konventionell, was die Paneel-Aufteilung und sonstige Gestaltung anbelangt. Die Colorierung ist ausgesprochen originell und ansprechend, wenn man berücksichtigt, dass sie mit dem Computer bewerkstelligt wurde.
  Das Paperback enthält übrigens sechs Original-Hefte aus dem Jahr 2014.
  Um einen Eindruck zu geben, die erste, kurze Geschichte handelt von einem „Schlitzer“. Eine Leiche wird aufgefunden, allerdings fehlt etwas. Moon Knight vermutet den Täter in den Tunneln unter der Stadt und tatsächlich findet er ihn dort. Es handelt sich um einen Ex-S.H.I.E.L.D.-Agenten, der schwer verwundet wurde und sich jetzt „Ersatzteile“ zusammenmordet.
  Die Geschichte wird auf wenigen Seiten erzählt und ist nicht gerade umwerfend. Das gilt n gewissen Rahmen auch für die restlichen Geschichten. Die besondere Qualität von „Aus dem Reich der Toten“ ist eben die erwähnte graphische Präsentation. Wer also auch großen Wert auf einigermaßen komplexe Storys legt, sollte die Hände hiervon lassen.
 
  Bei meinem Exemplar ist übrigens ein Druckfehler passiert, eine komplette Seite der ersten Geschichte wurde bei der Letzten noch Mal anstatt der richtigen Seite abgedruckt. Konkret: Bei der letzten Geschichte fehlt also anscheinend eine Seite.

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