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Samuel Beckett
Das Gleiche nochmal anders
Texte zur Bildenden Kunst

Suhrkamp
2000
116 Seiten
DM 15,90


Von Volker Frick am 19.11.2000

  After all ein letztes von den letzten Malen Samuel Beckett, “Texte zur Bildenden Kunst”.
  Nicht viel Neues, alles schon hie und da verstreut zu lesen gewesen, bis auf das “Bild”, erstmalig ins Deutsche übertragen von Erika Tophoeven-Schoeningh in dem Band “Dante und der Hummer. Gesammelte Prosa.”, der auch in diesem Jahr erschien.
  “Das Gleiche nochmal anders” heißt dieser kleine Sammelband von kurzen Texten des Literaturnobelpreisträgers von 1969. Künstlerfreunde wie der israelische Maler und Illustrator rumänischer Herkunft Avigdor Arikha, Henri Hayden, französischer Maler polnischer Herkunft, André Masson, Pierre Tal-Coat, die Brüder Geer und Bram van Velde, der irische Maler und Schriftsteller Jack Butler Yeats, Bruder von William Butler Yeats.
  Solange es noch geht. Beckett war nicht nur in den 70ern theaterschaffend in Deutschland. In den 30ern besuchte er die Museen Deutschlands, 1936 in Halle die Ausstellung “Entartete Kunst”. Solange es noch geht. Licht und Gesten. Am 29. September 2000 wurde im DeutschlandRadio der Monolog “Samuel Beckett und die Alten Meister” von James Knowlson gesendet (aus dem Englischen von Gaby Hartel, Mitherausgeberin des vorliegenden Buches). Hätte sich gut gemacht in diesem Zusammenhang. Und noch ein Wort zu dem Text “Bild”: Dieses Prosafragment ist eine frühe Version einer Textstelle des Romans “Wie es ist”, was hier an keiner Stelle erwähnt wird. Und wo ist die Rede, die Rede von Jasper Johns, Bruce Naumann oder auch nur Louis le Brocquy? Das Beckett nun mit einer frechen Schlauheit anstandslos die Grossen der Kunst als auch der Literatur ans Bein pinkelte hätte vielleicht auch die Aufnahme des Textes “Der Konzentrismus” zugelassen, denn der beginnt, after all: “Mein Herr, Sie sind der erste, der sich für diesen Schwachsinnigen interessiert.”

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