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Maurice Tillieux
Jeff Jordan
Gesamtausgabe 1: 1956 - 1960

Egmont Comic Collection
2009
Übersetzt von Peter Müller und Michael Hein (Vorwort)
240 Seiten
ISBN-13: 978-3770433087
€ 29,95


Von Alfred Ohswald am 11.12.2017

  Im ersten der hier abgedruckten 4 Alben holt sich der junge Privatdetektiv seinen Kompagnon Teddy an Bord und die Leser lernen auch schon seine Sekretärin Steffi mit der charakteristischen Kurzhaarfrisur kennen. Dieser erste Teil mit dem Titel „„Teddy zieht Leine“ bildet gemeinsam mit dem Folgeband „Kokain und alte Meister“ ein Doppelabenteuer gleich zum Start der Serie. Die ersten 12 Alben stammen komplett vom Belgier Tillieux, der sein Vorbild Hergé nicht verleugnen kann. Die restlichen der insgesamt 26 Abenteuer zeichnete dann sein Assistent Gos nach Skizzen des Meisters.
  „Jeff Jordan“ bietet klassische Detektivgeschichten, in denen der Ex-Gauner Teddy meist für die launigen Sprüche und der umtriebige Polizeiinspektor Stiesel oft als ewiger Verlierer für manche Slapstick-Einlage sorgt. Die Doppelfolge am Anfang erzählt von einer Drogenschmugglerbande, wie der Titel es zweiten Teils ja schon erahnen lässt. Das 3. und 4. Album tragen den Titel „Tödliche Flut“ und „Gefährliche Verfolgungsjagd“, ergänzt werden die 4 Teile von wirklich umfangreichen Zusatzinformationen. In „Tödliche Flut“ verschwindet ein Mann in einer Überschwemmung und in „Gefährliche Verfolgungsjagd“ büxt ein Verbrecher auf rätselhafte Weise aus dem Gefängnis aus.
  Vermutlich weil Tillieux bereits andere Comics vorher gezeichnet hat, gibt es bei „Jeff Jordan“ kaum die bei vielen - insbesondere franko-belgischen – Comics zu beobachtenden Anfangsschwächen. Man denke beispielsweise nur an den ersten „Asterix“-Band oder den frühen „Lucky Luke“.
  Zeichnerisch hält sich Tillieux an die „Ligne claire“ Hergés, nur ein klein wenig realistischer. Dafür sind die Hintergründe und Autos ect. recht realistisch, ebenfalls wie beim berühmten Vorbild. Besonders die verschiedenen Autotypen, heute natürlich allesamt Oldtimer, sind noch immer noch mindestens so reizvoll, wie zur Zeit der Veröffentlichung der Comics gut 10 Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Die Serie ist auch ausgesprochen gut gealtert, wenn man über manche etwas plakative Klischees hinwegsieht, wie den für einen Detektiv recht typischen Trenchcoat des Helden, den Sprüche klopfenden Ex-Gauner mit dem schreiend gelben Outfit oder den ein wenig trotteligen Polizisten.
  Anfangs hält sich Tillieux noch streng an die klassische Paneel-Aufteilung mit drei Bildern pro Strip (Reihe) und vier Strips pro Seite, später durchbricht er diese starre Regel bei Bedarf durchaus das eine oder andere Mal.

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