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Robert Rodi / Esad Ribic
Loki

Panini
2017
Übersetzt von Steve Kups
96 Seiten
ISBN-13: 978-3741603877
€ 12,99


Von Alemanno Partenopeo am 10.12.2017

  Viele haben sich vielleicht schon gefragt, was wirklich geschehen würde, wenn eines Tages Loki über die anderen Götter triumphieren würde. Das vorliegende Abenteuer beschäftigt sich genau mit dieser Konstellation, in der Loki Odin vom Thron stürzt und Thor in Ketten legt. Lady Sif schmort im Kerker und Loki als uneingeschränkter Herrscher von Asgard hat allerhand zu tun. Denn der listige Intrigant muss erst lernen, was es bedeutet, zu herrschen.
 
 Loki, der neue Herr von Asgard
 
  Obwohl Loki von Odin adoptiert wurde und mit Thor als Bruder aufwuchs, hegt er nichts als Hass gegen die Götterwelt Asgards. Er hat es einfach satt, der ewige Zweite zu sein und nicht wirklich dazu zu gehören, weil er eine andere Herkunft hat als die anderen. Loki ist der Sohn des Frostriesenkönigs Laufey und wie es Bor, Odins Vater, einst vorhersagte, wird er von Odin nur deswegen adoptiert, um die von Odin an Bor begangene Schmach wieder auszugleichen. Denn auch Odin hat einst seinen Vater verraten und muss nun dasselbe in verkehrter Rolle erfahren. Loki stürzt ihn, weil sich das Schicksal immer ausgleichen muss und auch die Todesgöttin Hela und ein Zauberer spielen dabei eine wichtige Rolle. Der Sohn des Frostfriesen rächt sich an den Asen und muss schließlich auch Thor, der einzige der ihm in Jugendjahren stets Aufmerksamkeit und Zuneigung zollte, hinrichten. Aber bis es so weit kommt, muss er noch einige andere Schwierigkeiten bewältigen.
 
 Ein Bruder mit dem man rechnen muss
 
  Loki fühlt sich als neuer Herr von Asgard auch an seine Aufgaben als Herrscher erinnert und fällt einige unvernünftige Entscheidungen, wie etwa die Regenbogenbrücke von Asgard, die die Götterwelt mit Midgard verbindet, zu sprengen. Auf diese Weise hofft er, etwaige Verbündete der Asen von Asgard fernzuhalten. Eine „splendid isolation“? Oder gar „Asgard First“? Man fühlt sich bei einigen Anmaßungen Lokis auch an heute aktive Herrscher erinnert, besonders sein Umgang mit seiner leiblichen Mutter, der Frau Laufeys, ist dabei symptomatisch: „Schafft sie in ein Gemach, das weite vom Hofe entfernt ist und sorgt dafür, dass es ihr an nichts mangelt“. Loki stellt sie unter Hausarrest, denn er will sich von niemandem dreinreden lassen. Doch er hat nicht mit dem Verrat seiner anderen Verbündeten gerechnet, deren Forderungen er nun – da sie ihm zur Macht verholfen haben – nicht mehr erfüllen will. Und vor allem hat er nicht mit einem gerechnet: seinem Bruder.

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