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Martin Rutkowsky
Alles Gute für den Darm
Ein praktischer Leitfaden mit wohltuenden Rezepten und wirksamen Mitteln aus der Naturheilkunde

Königsfurt-Urania Verlag
2017
176 Seiten
ISBN-13: 9783868261561
€ 16,95


Von Alemanno Partenopeo am 19.11.2017

  Der studierte Ökotrophologe, Koch und Bäcker sowie Dozent an der Stiftung Reformhaus-Fachakademie erklärt in dieser Publikation den „Vater aller Trübsal“ und die „Wurzel der Pflanze Mensch“, den Darm. Bis zu acht Meter kann das von Muskeln umgebene Schlauchsystem werden und verdaue in einem Menschenleben durchschnittlich drei Tonnen Nahrung. Die größte körpereigene Oberfläche mit 200m2 ist zudem direkt an das Gehirn gekoppelt, denn im Verdauungssystem befinden sich die meisten Nervenzellen (neben dem Rückenmark). „Das Nervensystem des Verdauungstraktes besteht aus über 100 Millionen Nervenzellen und wird auch als Bauchhirn bezeichnet, weil es die größte Ansammlung von Nervenzellen außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks aufweist“, erklärt Rutkowsky. In diesem Zusammenhang spricht man auch von psychosomatischen Krankheiten, da die Psyche oft „mitisst“.
 
 Verbunden: Darm und Gehirn
 
  Der Körper ist also durchaus als „Spiegel der Seele“ zu betrachten. So können etwa Beschwerden des Zwölffingerdarms, des Dünndarms, des Dickdarms oder Blähungen, Verstopfung und Durchfall bestimmten seelischen Prädispositionen zugeordnet werden. Blähungen stehen etwa für Festhalten an bestimmten Personen oder Situationen, Verstopfung für Wut, Eifersucht, Kontrolle, Kontrollverlust, usw. Ein kleiner Test hilft dem Leser diesbezüglich weiter. Natürlich wird auch dem Stress viel Aufmerksamkeit gewidmet, schließlich gilt er in unseren modernen Industriegesellschaften als Krankheitsverursacher Nummer eins. Stress verursacht eine Konzentration von Cortisol im Blut und das erhöht den Blutdruck und beeinflusst so den Stoffwechsel. Glukose (Zucker) strömt ins Blut und wir stehen vor dem evolutionären Dilemma Flucht oder Kampf. Da wir keinen Sport mehr machen, wird die Glukose aber nicht mehr abgebaut und stattdessen zu „Hüftgold“ verwandelt und damit konserviert. Darum macht Stress sogar dick, so Rutkowsky.
 
 Theorie & Praxis für einen gesunden Darm
 
  1 Milliarde Bis zu 1 Billion Mikroorganismen leben in unserem Verdauungssystem, die seit einer 2011 vorherrschenden Theorie in drei Enterotypen eingeteilt werden: Bacteroides-Enterotyp, der Prevotella-Enterotyp und der Ruminicoccus-Enterotyp. Martin Ruktkowsky führt Naturheilmittel an, die die Bildung von Stresshormonen bremsen können und die in jeder Apotheke erhältlich sind. Außerdem zeigt er in seiner Publikation Entspannungsübungen für zu Hause leicht gemacht und gibt auch Verdauungstipps. Natürlich kann auch er den LeserInnen das nicht abnehmen, worauf eigentlich die meisten gesundheitlichen und speziell Verdauungsprobleme beruhen: Bewegung. Denn nur wer davon genügend täglich macht, wird auch eine Verbesserung spüren. „Alles Gute für den Darm. Ein praktischer Leitfaden mit wohltuenden Rezepten und wirksamen Mitteln aus der Naturheilkunde“ schafft die theoretischen Grundlagen, danach geht es nur mehr um die Praxis. Ein Abschlusstest am Ende des Buches gibt interessante Anregungen.

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