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Gerth Ennos / Michael Dipascale
Rover Red Charlie

Panini
2016
Übersetzt von Joachim Körber
160 Seiten
ISBN-13: 978-3957987242
€ 19,99


Von Alfred Ohswald am 06.11.2017

  Eine Art Apokalypse findet statt, die meisten Menschen drehen auf irgend eine Art durch. Manche bringen andere ohne den geringsten Grund um, wieder andere töten sich brabbelnd selbst. Davon ausgenommen sind die Tiere, und hier kommen die Helden dieses Comic ins Spiel, drei Hunde. Anfangs sind es sogar vier, aber der Schäferhund Max wird von einem der durchgedrehten Menschen umgebracht. Bleiben der Blindenhund Charlie, der etwas eigenbrötlerische Basset Rover und der nicht mit übermäßiger Klugheit gesegnete Red, die sich durch das chaotische Szenario schlagen müssen.
 
  Das Comic vermenschlicht seine tierischen Helden nur insofern, dass sie sich untereinander halbwegs unterhalten können, die Menschen – hier „Fütterer“ genannt - können dagegen aus Sicht der Tiere nur unverständliches Zeug von sich geben. Es erinnert – abgesehen vom Science-Fiction-Szenario, stark an „Die Löwen von Bagdad“ von Brian K. Vaughan und noch mehr an den genialen Zeichentrickfilm „Die Hunde sind los“.
  Ein solcher Hintergrund ist natürlich auch Geschmackssache, wer klassische Comics mag, egal ob franko-belgische oder amerikanische, Superhelden, realistischere oder Funnys, wie Mickey Mouse, Asterix oder ähnliches, wird sich hier möglicherweise nicht wirklich davon angesprochen fühlen.
  Wer sich aber nur etwas auf dieses ungewöhnliche Szenario einlässt, wird davon höchstwahrscheinlich begeistert sein. Es sind allerdings eher Episoden, wenn man von der Grundsituation des Versuchs, in einer völlig durchgedrehten Welt zu überleben absieht. Was auch bis zu einem gewissen Grad verständlich ist, sind es im Original ja Hefte, von den sechs Ausgaben diesen Band in der deutschen Ausgabe bilden.
  Die Illustrationen sind auf hohen Niveau ausgesprochen funktionell und handwerklich tadellos im realistischen Stil. In diesem Fall ist das äußerst begrüßenswert, da das Szenario so ungewöhnlich ist, dass ein mehr experimenteller Still möglicherweise zur Verwirrung des Lesers beitragen würde und das Comic schwerer verständlich machen würde.

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