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Hub / Fred Weytens / Emmanuel Michalak
Das Auge der Welt
Aslak 1
(Aslak: l’Œil du monde)

Splitter
2013
Übersetzt von Tanja Krämling
48 Seiten
ISBN-13: 978-3868694963
€ 13,80


Von Alfred Ohswald am 06.11.2017

  Die Geschichte ist recht einfach und wahrlich nicht neu, die Helden begeben sich auf eine Reise, um etwas für sie wertvolles zu erlangen.
  In diesem Fall wird ein Geschichtenerzähler von einem Wikinger-König erschlagen, weil er immerzu die selbe Geschichte erzählt. Seine beiden Söhne bekommen ein Jahr Zeit, in die Welt hinaus zu reisen und neue Geschichten nach Hause zu bringen. Andernfalls wird ihre Mutter und ihr jüngerer Bruder getötet.
  Kaum sind die beiden Brüder unterwegs, zerstreiten sie sich auch schon und fortan wird jeder von ihnen auf der Suche nach neuen Geschichten verschiedene Verbündete um sich scharen und versuchen, seinen Konkurrenten auszustechen.
  Zuerst suchen sie den berühmten Geschichtenerzähler, der ihren Vater ausgebildet hat. Als sich herausstellt, dass der auch nichts neues auf Lager hat, fragen sie ihn, wo er das Geschichten-Erzählen gelernt hat und er erzählt von einem geheimnisvollen Buch auf einer ebenso geheimnisvollen Insel…
 
  Die Story ist zugegebenermaßen recht simpel und auch nicht gerade ausgesprochen originell aber sie unterhält durchaus nicht schlecht den Leser. Die Illustrationen erinnern stilistisch an Asterix, sind aber moderner, gemäldehafter coloriert.
  Story und Zeichenstil würden also durchaus auch für ein sowohl jugend- als auch erwachsenentaugliches Comic sprechen, dagegen stehen allerdings einige ausgesprochen grausame und brutale Szenen. Für die Geschichte wären sie nicht wirklich unbedingt in dieser Drastik nötig gewesen, das hätten die Autoren auch anders lösen können und so ihr Zielpublikum deutlich vergrößern können. Erwachsene Leser brauchen sich davon eigentlich nicht abschrecken lassen, sofern sie in diesem Punkt nicht besonders sensibel sind.
  Für sie ist es schlussendlich ein ausgezeichnetes, unterhaltsames Comic irgendwo zwischen beinhart realistisch und ironisch und humoristisch. Ziemlich ungewöhnlich und eindeutig franko-belgisch und nicht in us-amerikanischen Stil. Ungefähr das Gegenteil von Superman.

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