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Petra K. Gungl
Tannenglühen

Gmeiner-Verlag
2017
408 Seiten
ISBN-13: 978-3839221228
€ 13,-


Von Alfred Ohswald am 27.10.2017

  Ein Anwalt wird in der Kanzlei seiner Sozietät mit einer Lichterkette unterm Weihnachtsbaum erdrosselt von einer jungen Mitarbeiterin aufgefunden. Auch die Hauptfigur, die knapp sechzigjährige Strafverteidigerin Franziska Ferstl ist Mitglied und wird schnell darüber informiert. Alarmiert sucht sie die Kanzlei auf, wo sie auf den ermittelnden Inspektor Sutel trifft und verhört wird.
  Erster Hauptverdächtiger ist ein Kollege aus der Kanzlei und somit hat sie vorerst alle Hände voll zu tun, ihn wieder aus der Untersuchungshaft raus zu bringen.
 
  Gungls Schreibstil ist flott und leicht lesbar, mit einem souveränen Umgang mit Metaphern und zeitweise gern etwas unterschwelliger Ironie. Erzählen kann sie ohne Zweifel!
  Wie schon in ihren früheren Romanen, ist ihre Hauptfigur Franziska Juristin im erlernten Beruf, wie die Autorin selbst. Sie ist allerdings ein ausgesprochen resoluter Charakter an der Grenze zur Kratzbürstigkeit und Arroganz. Schon ziemlich am Anfang zeigt sie das, indem sie den Polizisten ziemlich von oben herab behandelt, obwohl er ihr nach eigener Aussage sympathisch ist. Und das geht auch so weiter, man kann sich schon leicht ausmalen, wie sie ihr unsympathische Menschen behandeln wird.
  Nun, das mag alles Geschmackssache sein und manche Leserin wird sicher diese ausgesprochen starke Figur mit ihrer Vorliebe für Harleys sympathisch oder auch bewundernswert finden. Zur Not kann man das Lehrmädchen ersatzweise als Sympathieträgerin auswählen. Allerdings ist sie wirklich nur eine eher kleine Nebenfigur.
  Obwohl Titel und Cover sehr explizit auf Weihnachten hinweisen, spielt das im Roman, vielleicht ausgenommen von dem Tatort am Anfang, kaum eine Roll e.
  Im übrigen scheint die Autorin eine waschechte Wienerin zu sein, denn nur eine waschechte Wienerin würde das nur etwa 10 km von Wien entfernte Wolfsgraben als den „Arsch der Welt“ bezeichnen.

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