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Kai Meyer
Die Seiten der Welt

Fischer
2017
576 Seiten
ISBN-13: 978-3596198528
€ 10,99


Von Alfred Ohswald am 25.10.2017

  Furia ist Bibliomantin, sie kann mit Hilfe von Bücher und besonders von einem bestimmten Buch – ihrem Seelenbuch – magische Dinge tun. Etwa mit einer Art Teleportation reisen, wenn auch – natürlich – mit Büchern als Hilfsmittel. Zusammen mit ihre Vater, ihrem jüngeren Bruder und einigen Hausbediensteten lebt sie in einer abgelegenen Villa in England. Weil sie von einer ebenso magiebegabten Organisation von Bibliomanten verfolgt werden, sind sie gezwungen, sich dort zu verstecken.
  Einst waren sie Mitglied dieser Vereinigung und lebten in Deutschland, dann beging ein Verwandter von ihnen eine abscheuliche Missetat, die die Gefahr der Vernichtung sämtlicher Literatur in sich barg. Das Bestreben von Furias Vater liegt darin, diese Missetat rückgängig zu machen, wobei ihm Furia zur Seite steht.
 
  Natürlich spielt Literatur in dieser Jugendbuch-Trilogie eine ausgesprochen große Rolle, obwohl das Buch, das Anfangs wichtig ist, rein fiktiv ist. Die meisten bisherigen Romane Meyers stachen besonders durch ihre originellen Ideen bei den Hintergrundwelten und phantastischen Wesen hervor und hier gehört „Die Seiten der Welt“ nicht zu den herausragenden Beispielen. Gelungen ist es trotzdem allemal, ist die Grundidee mit der Literatur als magische Quelle ja nicht unbedingt völlig neu.
  Nicht Meyers bester Roman aber noch immer kurzweilig und unterhaltsam zu lesen, wenn man berücksichtigt, für welches Zielpublikum er in erster Linie geschrieben wurde. Wirklich komplexe Charaktere, wie etwa in „Game of Thrones“ sollte man sich eher nicht erwarten. Besonders die bösen Figuren sind immer wieder ausgesprochen überzeichnet, was aber bei Jugendromanen und auch allgemein beim phantastischen Genre ja nicht unbedingt ungewöhnlich ist. Die Heldin Furia dagegen ist ausgesprochen wankelmütig, oft misstraut sie Freunden und neigt dazu, Feinden entgegen aller Warnungen zu vertrauen.
  „Die Seiten der Welt“ ist eine Trilogie, wie so häufig Bei Kai Meyer. Allerdings gibt es mit „die Spur der Bücher“ noch einen weiteren Band, der in dieser Hintergrundwelt spielt, allerdings eine eigenständige Handlung hat.

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