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Thomas Thiemeyer
Babylon

Knaur
2016
528 Seiten
ISBN-13: 978-3426516942
€ 9,99


Von Alfred Ohswald am 06.10.2017

  Ein einsamer Archäologe macht, begleitet von seinem Sohn, eine rätselhafte Entdeckung in der mesopotamischen Wüste. So beginnt, ausgesprochen spannend erzählt, dieser Thriller, der alle möglichen Genres in sich vereint. Natürlich spielen Archäologie und Mystik in diesem bereits vierten Teil mit der Heldin Hannah Peters eine große Rolle, aber auch der Konflikt im Nahen Osten kommt zu Wort.
  Natürlich bekommen Hannah Peters & Co. Bald die Gelegenheit, die neue Entdeckung zu erkunden. Und da sich der Fund in einem heiß von IS & Co. umkämpften Gebiet befindet, kommt es dabei zu turbulenten Ereignissen.
 
  Zuerst die positiven Aspekte: Thiemeyer hinterlässt den Eindruck, recht ausgiebig zu recherchieren und recht gute Einfälle zu haben. Leider halten sich die negativen Eindrücke damit etwa die Wage. So stark er anfängt, so lässt er teilweise bald auch stark nach.
  Sind seine Nebenfiguren meist recht glücklich gezeichnet, kann man das für die Hauptcharaktere leider kaum sagen. Entweder recht klischeehaft oder ziemlich unglaubwürdig, wie die superkluge, eigenwillige, scheinbar mit übermenschlichen Eigenschafen ausgestattete und dadurch ausgesprochen altkluge und auch nicht gerade sympathische Tochter der Heldin.
  Auch nicht unbedingt eine Meisterleistung ist das Ende, worüber aber sonst nichts weiter verraten werden soll.
  Ein einigermaßen gelungener Jugendroman könnte man sagen, wären nicht die nicht seltenen, brutalen Folterszenen. Für einen Roman für ein erwachsenes Publikum ist er wohl am ehesten für Leser empfehlenswert, die sonst auch mal gerne Heftromane lesen und sich mal an etwas umfangreichere Lektüre wagen wollen. Auch stilistisch wäre es schon auch eine Steigerung, wenn auch nicht gerade mehr als einfach gestrickte Unterhaltungsliteratur. „Babylon“ lässt sich übrigens weitgehend problemlos eigenständig lesen, sollte man den einen oder anderen der drei Vorgänger „Medusa“, „Nebra“ oder „Valhalla“ kennen, schadet es natürlich nicht.

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