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Thomas Hofmann
Das Weinviertel und das Marchfeld

Falter
2012
432 Seiten
ISBN-13: 978-3854394679
€ 29,90


Von Alemanno Partenopeo am 20.09.2017

  In 13 Kapiteln beschreibt der Autor die Vorzüge dieser im Nordosten von Niederösterreich gelegenen Region und lädt zu den schönsten und interessantesten Plätzen und Orten ein. Wandertouren, Radstrecken, aber auch Lokale und für die Region typische Kellergassenfeste werden vorgestellt, auch für Kinder und Familien ist einiges dabei, was das Herz erfreut.
 
  Die sanfte Hügellandschaft ist aber nicht nur für ihren Grünen Veltliner bekannt und beliebt, sondern auch für kulinarische Genüsse. Aber auch kulturell bietet das Weinviertel einiges: jungsteinzeitliche Kreisgrabenanlagen, Feste und Festivals ambitionierter Avantgarde-Künstler aber auch den Manhartsberg, der eigentlich kein Berg, sondern ein langgezogener Höhenrücken ist und das benachbarte Waldviertel abgrenzt. Die Flüsse March und Donau und die Thaya begrenzen das Weinviertel und schaffen ein günstiges Klima für das, was dem „Viertel“ Niederösterreichs seinen Namen gab: den Wein. Gipfelpunkt des Weinviertels ist übrigens der Buschberg mit immerhin 491 Metern der höchste aller Berge, im Weinviertel. Das Marchfeld mit seinem milden Klima, viel Sonne, wenig Niederschlag, schon immer Bewohner und Sommerfrischler angezogen und seit die Grenzen des Kommunismus gefallen sind kann man auch die lieben Nachbarn wieder zu Fuß oder mit dem Rad besuchen.
 
  Viele farbige Fotos, Landkarten und Einkehrtipps machen diesen Reiseführer des Falter Verlages zu einem unentbehrlichen Begleiter durch die Natur und Kulturregion, die auch von der Bundeshauptstadt schnell zu erreichen ist. Als Beispiel möchten wir hier Retz und seine Znaimer Schwester herausgreifen, das in nur einer Stunde Fahrt vom Herzen Wiens aus erreichbar ist. Retz hat ein weithin sichtbares und unverwechselbares Wahrzeichen, die Retzer Windmühle. Hier befindet sich der größte öffentlich zugängliche Weinkeller Österreichs („Retzer Erlebniskeller“) und zwar genau unter dem Hauptplatz der Kleinstade, dessen Häuser seit der Renaissancezeit ein „einzigartiges Ensemble“ bilden, wie Hofmann schreibt. Neben dem Wein gehören aber auch Kürbisse und Gurken zu beliebten Gütern. Ein grenzüberschreitendes Radwegenetz vom Retzer Land ins benachbarte Znaimer Land lässt auch die berühmten Gurken leicht vergleichen, was man unbedingt mal machen sollte. Architektonisch beeindruckend ist auch das sog. Verderberhaus (1583) in Retz, dessen venezianischer Stil auf einen Italienisch-Dolmetscher zurückgeht. Weitere Artikel beschäftigen sich mit Poysdorf, Wagram, Eggenburg, Maissau, Stockerau, Hollabrunn, dem Pulkautal, Laa u.v.a.m.

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