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Gerhard Loibelsberger / Reinhard Trinkler
Der Bankert vom Naschmarkt

Amalthea
2017
96 Seiten
ISBN-13: 978-3990501030
€ 20,-


Von Alfred Ohswald am 18.09.2017

  Gerhard Loibelsberger hatte bereits einigen Erfolg mit seinen Krimis aus dem kaiserlichen Wien nach der Jahrhundertwende und kurz vorm 1. Weltkrieg. Sein wohlgenährter, typisch wienerische Nechyba hat schon einige Fälle im Gmeiner-Verlag lösen dürfen. Nun ist die grundsätzlich begrüßenswerte Idee, ihn in einem Comic ermitteln zu lassen umgesetzt worden.
  Wer Nechyba noch nicht kennt, er ist ein recht geruhsamer Kriminalpolizist, dessen erster Fall 1903 und sein letzter Fall 1916 spielt. In „Der Bankert vom Naschmarkt“ geht es, wie der Titel schon erahnen lässt, um ein ausgesetztes Kind, dass im eisigen Jänner erfroren ist.
  Eine Grafik-Novel hat verständlicherweise nicht den selben Raum für einen Krimi wie ein Roman, also gleicht es von der Geschichte her eher einer Erzählung. Und Loibelsberger hat ja schon oft genug bewiesen, dass er das Schreiben von Krimis, egal welcher Länge, beherrscht.
  Leider ist die grafische Umsetzung für heutige Standards nicht am aktuellen Stand. Es gleicht eher einer guten Fanzine, einem von einem talentierten Amateur gezeichneten Comic. Professionelle Comic-Zeichner arbeiten heute meist auf einem anderen Level. Generell hätte sich ein anderer Stil angeboten, etwa wie bei Spirou & Fantasio, Percy Pickwick, Jeff Jordan, Blake Mortimer oder einem der anderen, zahlreichen französisch-beligischen Vorbilder dieser Stilrichtung. Besonders weit entfernt ist Trinklers Stil davon ja ohnehin nicht.

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