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Harald Schodl
Sommerfrische

Text/Rahmen
2017
367 Seiten
ISBN-13: 978-3950434361
€ 21,50


Von Alfred Ohswald am 13.09.2017

  Carl wird von der Frau seines ehemaligen Freundes Benny gebeten ihn zu suchen, da er spurlos verschwunden ist. Kurz vorher hat er in einem Telefonat mit Carl angedeutet, auf eine krumme Sache gestoßen zu sein. Carl schleust sich in den ehemaligen Arbeitsplatz Bennys ein, einer Stelle als Kaufhausdetektiv.
  Sein Vorgesetzter steckt in massiven Schwierigkeiten, weil er Spielschulden nicht begleichen kann. Auch andere Kollegen sind nicht ganz Stubenrein.
  Gleichzeitig mordet sich jemand durch die SPÖ-Prominenz von Wien.
 
  Schodls Erstling ist tadelloses Handwerk, geschickt hantiert er mit zahlreichen Perspektivenwechseln zwischen seinen vielen Protagonisten und lässt die Anfangs scheinbar unzusammenhängenden Handlungsstränge langsam zusammen streben.
  Schodls Wien ist eine recht heruntergekommene Stadt, ohne Moral mit einer verkommenen politischen Klasse - meist von der SPÖ. Fast alle seiner Figuren haben mehr oder weniger Dreck am Stecken und sind sehr oft auf der einen Seite Täter und auf der anderen Seite Opfer. Kokain wird konsumiert, wie in den alten Noir-Krimis Zigaretten.
  Eher untypisch für einen österreichischen Autor ist, dass er so ziemlich ohne Humor auskommt. Schodls Stil erinnert eher an Andreas Gruber mit etwas mehr der erwähnten Perspektivenwechsel und einer kräftigeren Prise Gesellschaftskritik.

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