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Andreas Gruber
Todesreigen

Goldmann
2017
572 Seiten
ISBN-13: 978-3442483136
€ 9,99


Von Alfred Ohswald am 01.09.2017

  Es kommt zu einer rätselhaften Selbstmordserie unter aktiven und ehemaligen BKA-Beamten, wobei enge Angehörige meist gleichzeitig ermordet werden. Sabine Nemetz macht sich mit einer Kollegin an die Ermittlungen, wird jedoch von Vorgesetzten recht wirkungsvoll behindert. Selbst ihr ehemaliger Ausbilder, der berühmt-berüchtigte, wegen eines tödlichen Schusses suspendierte Maarten S. Sneijder bleibt recht wortkarg, was aber bei ihm keine wirkliche Überraschung ist.
 
  Gleich am Anfang kommt es zu einer dramatischen Szene, in der drei Trucker einen Geisterfahrer stoppen. Hier läuft Gruber zur Hochform auf, und zeigt, wie gekonnt und spannend er dramatische Actionszenen beschreiben kann. Natürlich kann kein Autor diese Dramatik über einen ganzen Roman mit nahezu 600 Seiten durchhalten aber Gruber schafft es durchaus, die Spannung bis zu einem gewissen Grad weiter durchaus mittels einigermaßen häufigen Perspektivenwechseln hoch zu halten, gekonntes Handwerk zweifellos. Und „Todesreigen“ kann man wohl getrost als am besten gelungenen Thriller Grubers bezeichnen, obwohl sein exzentrischer Held Maarten S. Sneijder über weite Strecken eine relativ kleine Rolle spielt.
  Einzige Schwäche, wenn man denn eine finden will, ist die Kehrseite seiner Stärke, manche der dramatischen Actionszenen. Manchmal übertreibt er es dabei ein wenig mit den dramatischen Wendungen. Da fällt ein Handy kurz vor Abschicken eines Notrufes aus der Hand, eine Pistole funktioniert nicht, weil sie sabotiert wurde und zahlreiche weitere unglückliche Umstände, bis endlich die Heldin entweder gefesselt in einer Kammer landet oder den Bösewicht erledigt ist.
  Diese „Schwäche“ haben allerdings viele internationale Erfolgsautoren von Thrillern auch ausgesprochen häufig, man nehme nur James Lee Burke als Beispiel.

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