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Felix Huby
Heiland

Gmeiner-Verlag
2017
249 Seiten
ISBN-13: 978-3839221273
€ 18,-


Von Alfred Ohswald am 05.07.2017

  Eine Leiche wird in einem Hafen in Berlin gefunden. Schnell wird ihre Identität entdeckt und herausgefunden, dass es sich um einen Malik genannten Kriminellen handelt, der recht umtriebig war und mehr aus Spass eine Bande jugendlicher Krimineller um sich geschart hat. Unter diesen Jugendlichen ist der extrem gewaltbereite Faruk Ben Salah, der gerade versucht, sich zum neuen Anführer aufzuschwingen und damit automatisch in Verdacht gerät, Malik ermordet zu haben.
  Aber auch Maliks Freundin, Faruks Vater oder Maliks geschiedene Eltern gehören zum erweiterten Kreis seiner potentiellen Mörder. Allerdings weint ihm niemand wirklich eine Träne nach…
 
  „Heiland“ ist nach „Der Patriarch“ der zweite Krimi Hubys mit dieser Hauptfigur und den Schauplatz Berlin. „Heiland“ ist dabei hauptsächlich im Milieu der kleinkriminellen Jugendbanden und mittelmäßigen Drogenhändlern angesiedelt, die zumindest teilweise durchaus gewaltbereit aber noch weit von der kriminellen Oberliga entfernt sind.
  Über die Qualität ist nicht viel zu sagen, Huby ist ein routinierter Krimi-Autor, der sein Handwerk einwandfrei beherrscht. „Heiland“ ist also gekonntes, gut erzähltes Krimi-Lesefutter, ragt aber auf der anderen Seite auch nicht wirklich durch irgend welche ungewöhnlichen Aspekte darüber hinaus.
  Die Stärke von „Heiland“ liegt auch in seiner Ausgewogenheit. Man erfährt etwa so einiges über die Charaktere aber es wird keineswegs ausgesprochen ausführlich ihre Psyche ausgebreitet, der Krimi ist gut konstruiert aber wartet nicht an jeder Ecke mit einer Überraschung auf und er taucht etwas in das Berliner Sub-Milieu ein, ohne zu einer kleinen Sozialstudie auszuarten.

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