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Simon Beckett
Totenfang
(The Restless Dead)

Wunderlich
2016
Übersetzt von Sabine Längsfeld und Karen Witthuhn
560 Seiten
ISBN-13: 978-3805250016
€ 22,95


Von Alfred Ohswald am 18.06.2017

  Der aktuelle Fall bringt Becketts Helden, den forensischen Anthropologen David Hunter in eine von Marschen gekennzeichneten Küstenlandschaft tief in der englischen Provinz. Er wird zu einem Leichenfund an der versandeten Küste hinzugezogen, bei dem auch der angebliche, einflussreiche Vater der Leiche auftaucht und sehr rasch die Identität der Leiche als sein Sohn bestätigt, obwohl der Zustand der Leiche dies eigentlich kaum zulässt.
  Nach einem ersten Augenschein versucht Hunter auf den örtlichen verschlungenen und teilweise überschwemmten Wegen zur bevorstehenden Obduktion zu fahren und landet dabei probt in einer unter Wasser stehenden Furt. Ein vorbeifahrender Einheimischer schleppt ihn ab und bietet ihm sein zur Vermietung stehendes Bootshaus an. In die Irrungen und Wirrungen dieser Familie wird er noch kräftig hineingezogen werden, nicht zuletzt, weil sie in den Fall ebenfalls verwickelt ist.
  Kurz danach entdeckt er einen Schuh mit Fuß darin an einem der Ufer, der jedoch wiederum einer anderen Leiche gehört, wie sich nach einer gründlicher Untersuchung herausstellt.
 
  Nicht der besten Krimi Becketts. „Totenfang“ spaziert über weite Strecken eher bedächtig dahin und erinnert dabei mit seiner Mischung aus charakteristischen Protagonisten und meist trister Provinzatmosphäre etwas an Agatha Christie. Etwas Action kommt erst kurz vor dem Ende auf, bricht aber relativ bald wieder ab. Handwerklich gibt es bei einem so routinierten Autor natürlich nichts auszusetzen, der Krimi ist recht komplex konstruiert und bietet kurz vor Schluss eine kleine Überraschung. Wie bei Christie präsentiert Beckett diese aber ohne jeden geringsten Hinweis vorher.

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