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Daniel Silva
Der englische Spion
(The English Spy, 2015)

HarperCollins
2016
Übersetzt von Wulf Bergner
512 Seiten
ISBN-13: 978-3959670494
€ 15,-


Von Alfred Ohswald am 07.06.2017

  Eine englische Prinzessin findet bei einem Attentat den Tod. Die britische Regierung bittet den hochrangigen israelischen Top-Spion Gabriel Allon um Hilfe. Der braucht wiederum selbst Unterstützung, weil die Spur nach Nordirland führt, wo Allon nicht unbedingt zuhause ist. Dazu wird Christopher Keller auserkoren, ein einst in Nordirland eingesetzter, ehemaliger SAS-Mann, der sich jetzt als Auftrags-Killer seine Brötchen verdient.
  Beide reisen zusammen nach Nordirland, auf der Spur des besten Bombenbauers der IRA, der jetzt privat tätig ist. Tatsächlich können sie die Spur des Attentäters aufnehmen, die sie nach Lissabon und weiter nach London führt, wo eine Autobombe auf Allon und Keller wartet.
 
  Der bereits 15. Roman um Gabriel Allon ist spannend und gekonnt erzählt und bietet eine komplexe, geschickt konstruierte und trotzdem gut lesbare Geschichte.
  Allerdings scheint eine extrem konservative, israelfreundliche Einstellung allzudeutlich durch. Russen und Iraner sind grundsätzlich durch und durch böse, das iranische Atomabkommen des Teufels und der unverkennbar als Obama erkenntliche amerikanische Präsident unfähig. Wer also die aktuelle Politik Israels nicht uneingeschränkt befürwortet, ja möglichst nicht noch radikaler wünscht, muss den politischen Hintergrund völlig ausblenden. Mehrschichtigkeit ist nicht Silvas Stärke oder Absicht. Und natürlich haben seinen Helden regelrecht übermenschliche Fähigkeiten oder Glück. Auch erscheinen ihre zahllosen ohne Zögern vollstreckten Morde im Gegensatz zu denen ihren Gegnern völlig gerechtfertigt.

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