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Markus R. Leitgeb
Zeitungssterben

Gmeiner Verlag
2017
375 Seiten
ISBN-13: 978-3839220344
€ 12,99


Von Alfred Ohswald am 26.04.2017

  Der schon etwas in die Jahre gekommene Journalist Hubert Brandl (nicht der von der Süddeutschen!) kommt bei einem großen Unfall der Wiener U-Bahn mit vielen Toten ums Leben.
  Martin Lecek, deutlich jünger, arbeitet bei der selben Boulevard-Zeitung und stößt im Archiv auf einen verdächtigen Artikel Brandls, der nie erschienen ist. Natürlich schöpft er Verdacht. Außerdem arbeitet er insgeheim für den seriösen „Telegraph“, um über die Machenschaften der reißerischen JETZT zu berichten.
 
  Für einen Erstling ist „Zeitungssterben“ gar nicht so übel gelungen, nur die Charaktere sind nicht unbedingt Glanzlichter. Der Held schwankt immer wieder zwischen moralischen Anspruch und allzu leichter Erpressbarkeit und kann insgesamt über weite Strecken nicht wirklich überzeugen. Die Nebencharaktere können dann leider noch weniger überzeugen, zu sehr erfüllen sie bloß Klischees, wie etwa der herrische JETZT-Chef. Aus diesem Grund überzeugt das Buch auch nicht wirklich als Schlüsselroman.
  Stilistische fällt etwa die häufige, etwas infantile Nennung eines „fliegenden Spagettimonsters“ besonders unangenehm auf, auch sonst sind die Metaphern nicht immer besonders glücklich gewählt. Dafür ist der Erzählstrang der Krimi-Geschichte zumindest streckenweise recht anständig gelungen.

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