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B. Traven
Der Schatz der Sierra Madre
(The Treasure of the Sierra Madre, 1927)

Ullstein
1997
286 Seiten
DM 14,90


Von Alfred Ohswald am 28.10.2000

  Dobbs schlägt sich im Mexiko der 20er Jahre mit Betteln und Gelegenheitsarbeiten durchs Leben. Als er den alten Howard eines Nachts Geschichten vom Goldsuchen erzählen hört, geht im das Tagelang nicht aus dem Kopf. Schließlich beschließen er, sein Freund Curtin und der alte Howard, es zu versuchen und machen sich auf den Weg in die Wildnis.
  Nach einiger Zeit finden sie wirklich eine Stelle mit goldhaltigem Sand, der aber mühevoll herausgewaschen werden muss. Monatelang schuften sie und gehen sich dabei oft fast gegenseitig an die Gurgel. Als sie dann beschließen, in ein paar Wochen Schluss zu machen und mit ihrem Fund aufzubrechen, taucht ein seltsamer Mann auf. Es sollte aber noch schlimmer kommen, weil kurz darauf auch ein Bande Banditen in der Gegend Zuflucht sucht. Und dabei haben sie den beschwerlichen und gefährlichen Heimweg noch nicht einmal begonnen.
 
  Traven erzählt vom Leben der Menschen, die so weit unten angelangt sind, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Dabei sind seine Sympathien eindeutig auf ihrer Seite und er spart nicht mit bissigen Kommentaren über die Reichen und Mächtigen. Bemerkungen wie „...denn Sing-Sing ist der unfreiwillige Aufenthaltsort jener New Yorker, die gefasst werde. Die übrigen New Yorker, die nicht gefasst werden, haben ihre Büros in der Wall Street.“ kommen bei ihm nicht selten vor. Dabei macht er aber auch die untere Gesellschaftsschicht nicht zu Heiligen, bringt aber den Gründen für ihr Handeln mehr Verständnis entgegen.
  Den Autor selbst umgibt ein Geheimnis, weil seine Identität bis Heute nicht eindeutig aufgeklärt werden konnte. In Sprache und Stil passt er sich aber ihnen an, ohne im Slang zu schreiben.
  John Huston verfilmte das Buch 1948 unter anderen mit Humphrey Bogart.

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