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Hatune Dogan / Tonia Riedl
Ich glaube an die Tat
Im Einsatz für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak

Brunnen Verlag
2015
192 Seiten
ISBN-13: 978-3765542589
€ 10,-


Von Felicia Rüdig am 03.03.2017

  Hatune Dogan wurde 1970 in der Osttürkei geboren. Im Alter von 14 Jahren kam sie als Flüchtlingskind nach Deutschland. Seit ihrer Ausbildung als Krankenschwester, Theologin und Psychotherapeutin lebt sie als syrisch-orthodoxe Ordensschwester in Warburg / Westfalen. Sie fährt regelmäßig in den Nahen Osten, um Menschen in Not zu helfen. Dogan hat beispielsweise schon in den Flüchtlingslagern Syriens und des Irak gearbeitet. Dort half sie verfolgten Christen und Muslimen, verschleppten christlichen und jesidischen Mädchen beispielsweise.
  Als Autorin berichtet Dogan sehr anschaulich und lebendig von ihrer eigenen Arbeit als Ordensschwester, nicht im sicheren Europa, sondern in ihrer eigentlichen Heimat in Arabien. Sie beschreibt dabei nicht nur die rein weltlichen Geschehnisse, sondern geht auch auf die religiös - islamischen Hintergründe ein. Es bleibt aber nicht bei den Erlebnisschilderungen. Die eigene Biographie, wozu natürlich auch die Biographie der Familie gehört, wird an vielen Stellen sichtbar.
  In der breiten Öffentlichkeit ist das Buch bislang nicht weiter beachtet worden. Zu Recht? Es beschreibt durchaus lesenswert das Engagement einer religiös geprägten Frau, die selbst am eigenen Leib erfahren hat, was Flucht und Vertreibung bedeutet. Gleichzeitig meldet sich auch jemand, der das Christentum Arabiens aus eigener Anschauung kennt und von ihm geprägt wurde. Eine Frau macht sich Gedanken über religiös motivierte Gewalt und ruft einen Teilaspekt davon, nämlich den Bürgerkrieg in Syrien, in unsere Erinnerung.

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